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Durch Ecuador und schon in Peru

Written on: Wednesday November 4th, 2009

Die ersten drei Tage von November (am 3. November geschrieben) 

Die lange Wartezeit in Kolumbien liegt jetzt weit hinter uns – so fühlt es sich jetzt zumindestens. Obwohl wir noch nur drei einhalb Tage seitdem gefahren sind, so haben wir inzwischen wieder über 2.300 km zurückgelegt und Tausende Berge und Kurven hinter uns gelassen. Manchmal wenn ein majestätischer Berg vor uns steht, bemerke ich, wieviele Schubkarren Erde und Stein es doch nehmen würde, um den aufzuschütten – und doch hat der allmächtige Gott es mit einem Handumdrehen geschaffen.

 

Am 1. November hatten wir einen sehr langen – aber guten – Tag in den Bergen Kolumbiens. Da wir beide nicht sehr gut schlafen konnten, standen wir schon kurz nach 4.00 Uhr morgens auf und in einer halben Stunde waren wir unterwegs. Es war noch finster und wir genoßen es, in den frühen Morgenstunden schon auf dem Weg zu sein. Wir kamen gut vorwärts und hatten bis Mittag schon eine beachtliche Strecke hinter uns gelegt. Unser Ziel war es bis in der Nähe von Cali zu kommen. Wir schafften es und fanden mit etwas Anstrengung ein Hotel auf dem Hof einer Tankstelle – für nur $10. Es war kein großartiges Hotel, aber gut genug für eine kurze Nacht. Das Auto konnte sogar in einer Garage geparkt werden und Essen bekamen wir da auch für ein paar Dollar.

 

Wir hatten an diesem Tag über 800 km gefahren.

 

Mehrere Kontrollen von Polizei und Militär. Sie waren sehr freundlich und uns fiel auf, dass sie zur Begrüßung immer die Hand reichten und beim Abschied wieder und ?gute Reise' wünschten (doch noch etwas Positives aus Kolumbien – das lange Warten und viele Geldzahlen in Cartagena war eine bittere Pille für uns und wir übertrugen diese unangenehmen Erfahrungen auf ganz Kolumbien – vielleicht zu unrecht!).

 

Als es schon dunkel war, erreichten wir Candelaria, wo wir zu Nacht bleiben wollten. Wir fuhren in die Stadt rein, aber alles sah sehr gespentisch und verwahrlost aus. Wir fuhren ein paar Straßen entlang und wurden uns einig, dass wir nur noch aus der Stadt rauswollten. Die Menschen sahen anders aus, die Gassen waren sehr eng, viele Gebäude alt und zerfallen und uns gefiel sie einfach nicht. So stießen wir etwas später dann auf das Hotel bei der Tankstelle, welches ich vorher schon erwähnte.

 

Am 2. November ging es wieder früh los; etwa 5.15 morgens. Wir wollten bis Quito kommen und uns dort mit Hermann und Irene Schirmacher treffen, wenn es ging. Am Vormittag ging es sehr zügig voran. Wir waren vor um 11 bei einem Restaurant und rechneten uns aus, dass wir um etwa 5 oder 6 bis Quito sein müssten. Aber wie an so vielen anderen Tagen gingen unsere Rechnungen auch an diesem Tag daneben. Es scheint so es kommen immer noch andere und neue Dinge hinzu, die uns versäumen. Wir waren um halb zwei bis zur Grenze und obwohl es hier sehr einfach war, so mussten wir etwa drei Viertel Stunde warten, weil die Beamten andere Reisende ihre Zollgebühren verrechnen mussten. Um drei waren wir aber weg.

 

Und wenn man die Strecke auf der Karte beschaute, dann müssten wir es in 2 bis 3 Stunden bis Quito schaffen, so dachten wir. Aber hier wurden wir einmal wieder überrascht. Es war Feiertag in Ecuador und viele Menschen waren auf den Wegen. Wir hatten eigentlich gerade gedacht, da es ein Feiertag sei, würden da weniger Lastwagen und Reisende auf den Wegen sein. Falsch gedacht!

 

In der Stadt Ibarra kam der Verkehr an unserer Seite aufeinmal zum Stillstand. Alles war verstopft. Nichts bewegte sich. Alle paar Minuten konnte man ein bisschen fahren und dann stand es wieder. Wir konnten nichts machen. Umwege kannten wir nicht und die anderen wohl auch nicht, denn alle blieben da. In etwa 2,5 Stunden kamen wir nur 20 km vorwärts. Dann aufeinmal löste es sich für ein paar Kilometer auf ... und dann stand es wieder! Es war zum verzweifeln. Und Quito war immer noch 80 km entfernt.

 

Um etwa 7 Uhr konnten wir schließlich wieder etwas besser fahren. Aber als wir schon fast bis Quito, eine Stadt von ein paar Millionen Menschen mitten in den Bergen, waren, dann wiederholte sich das Schauspiel. Ganz plötzlich stand der Verkehr. Und wieder dauerte es eine geraume Zeit, bis es sich in Bewegung setzte. Mittlerweile war es schon nach 9 Uhr. Wir hatten zu Schirmachers gesagt, dass wir am Gegenabend ankommen wollten. Um 10.00 Uhr waren wir endlich bei Radio HCJB auf dem Hof, mitten in der Großstadt Quito. Und wirklich, wenig später waren wir schon bei Schirmachers im Haus.

 

17 Stunden hatten wir an diesem Tag gefahren – das war ein Rekord für uns auf dieser Reise. Keinmal vorher sind wir soviele Stunden unterwegs gewesen. An diesem Tag zahlten wir an 12 Stellen ?peaje' für insgesamt etwa 45 Dollar. Die Kolumbianer verstehen es wirklich das Geld aus einem herauszusaugen. Wenn ich an Kolumbien denken werde, dann werde ich immer daran denken müssen, wie wahnsinnig viel Geld die von uns genommen (gestohlen???) haben. So zum Beispiel mussten wir für ein Jahr eine Autoversicherung kaufen für etwa 200 Dollar, obwohl wir nur einige Tage mit dem Auto durchs Land fahren wollten.

 

Auch (über)erlebten wir an diesem Tag mehrere Polizei- und Militärkontrollen.

 

Am 3. November erlaubten wir uns etwas Ruhe am Morgen. Wir aßen Frühstück mit Hermann und seinen Sohn Johannes. Erst um 9 Uhr machten wir uns auf dem Weg. Wir fuhren von Quito zuerst Richtung Westen, um aus den Bergen zu kommen. Dies dauerte etwa 3 Stunden. Quito liegt etwa 2.700 m über dem Meeresspiegel und ein paar Stunden später fuhren wir in der westlichen Tiefebene Ecuadors bei nur 15 m über dem Meeresspiegel. Irgendwo hier war es auch, dass wir völlig unbemerkt den Äquator kreuzten. Ohne es zu bemerken waren wir von der nördlichen Erdhalbkugel zur südlichen gefahren.

 

Bei diesen Tagesfahrten haben wir es mehrere Male sehr deutlich zu spüren bekommen, wie unterschiedlich das Klima in den verschiedenen Landschaften ist. In Quito hatte alleman eine Jacke an, es war kühl und ?hubbrig'. Nur ein paar Stunden später war es schwül und heiß in der Tiefebene des Westens. Hier war nichts von der kühlen Luft zu spüren, die wir morgens nur wenige Hundert Kilometer weiter östlich in den Bergen zu spüren bekommen hatten.

 

Vor ein paar Tagen in Kolumbien sahen wir auch sehr deutlich, wie unterschiedlich die Pflanzenwelt auf einer Seite der Berge ist im Vergleich zur anderen Seite.

 

In Kolumbien hatten wir auch unsere kurvenreichste Straße in den Bergen. Ein paar Stunden wand der Weg sich wie eine Schlange durch die Berge. Es war ein ständiges Wenden und Drehen aum Lenkrad. Unaufhörlich musste man wenden, gas geben und bremsen. Und so schön die Landschaft nebenbei auch ist, man hat als Fahrer kaum Zeit sie zu genießen und einzusaugen, weil man seine Konzentration 100 Prozent dem Fahren widmen muss. Nur eine Unaufmerksamkeit könnte zureichen, um einen Unfall zu bauen.

 

Keine Polizeikontrolle den ganzen Tag: Obwohl wir sehr viele Polizisten an den Straßen sahen – vielleicht mehr als an irgendeinem anderen Tag – so ließen sie uns in Ruhe und genoßen den friedlichen Feiertag.

 Das Fahren an diesem Tag verlief verhältnissmäßig glatt. Wir erlebten einen Stau in Babahoyo von etwa 20 Minuten, weil Freunde und Verwandte eines Verstorbenen einen Leichenzug auf der Landstraße führten. Der Verkehr wurde für die Zeit von beiden Seiten aufgehalten. Um etwa 6.00 Uhr erreichten wir Naranjal, wo wir zu Nacht blieben. Nur 15 Dollar kostete es und es war sehr gut. Hier aßen wir auch eine herzhafte Mahlzeit für nur 5 Dollar – für uns zusammen, Getränke eingeschloßen!!! Auch das Benzin ist hier so billig, wie sonst nirgends auf der Reise – etwa 40 Cent pro Liter ($1,48 pro Gallone). Schade, dass wir nur zwei Tage brauchen, um durch Ecuador zu fahren! Hahaha!  4. November – Und schnell noch DAS NEUESTE! Wir sind eben in Trujillo angekommen. Diese Stadt liegt etwa 500 km nördlich von der Hauptstadt Lima. Wir sind heute 900 km gesaust und haben dazu noch einen weiteren Grenzübergang geschafft. Wir kreuzten die Grenze von Ecuador nach Peru auf einer neuen Stelle. Ein Beamter meinte, wir seien die ersten Kanadier die dort übergefahren seien. Wow!!! Isn't that exciting! Morgen wollen wir durch Lima fahren – davor grault uns schon. Man sagt, es dauert etwa 2 Stunden, weil man da mitten durch die Stadt fahren muss. Geht nicht gut!!! Gut, nachher stellen wir noch einige Bilder rein. Bye für heute.

 

From Berta Schroeder on Nov 4th, 2009

Sehr interessant eure Mitteilungen. Schoen das ihr so ohne groessere Schwierigkeiten vorwaertz kommt. Blos mutig weiter. wuensche weiter Gottes Schutz u. Geleit. Saludos.

From fraunz p. thiesenn dietschlaun on Nov 5th, 2009

etj muak mie aul sorjen . oba nü es je aules wada goot. herrmaun schref ji woaren bi am schlopen. irene ea pa gauf mie de fönnumma oba aus etj doa haulfnejen zemorjist aunropt naum tjena auf.etj dentj ji hauden seavel tovetalen daut tjena waut hiad. frei mie daut et wada goot ferenwach jeit. gruß fpth vonne plautdietsch frind

From rhef nivla on Nov 5th, 2009

ihr habt fuer 1 Jahr autoversicherung kaufen muessen- guelt das fuer ganz sued amerika oder nur fuer kolombien