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Eine Woche in Cartagena, Kolumbien - immer noch kein Jeep in Sicht!

Written on: Tuesday October 27th, 2009

Eine Woche in Cartagena Heute 'feiern' wir eine Woche Aufenthalt in Cartagena. Wo man unter Umständen sich vielleicht dazu freuen würde, ist es für uns alles andere als eine Freude – eher eine Qual. Und obwohl wir unser Möglichstes tun und ständig in Verbindung mit der Fracht-Firma sind, so heißt es einfach geduldig warten. Ein schwieriges Ding in dieser Lage ist, dass man so ganz von der Arbeit anderer abhängig ist. Man muss sein ganzes Vertrauen in diese Personen setzen ... und wenn man dann so unterschiedliche Nachrichten bekommt, dann ist es schwer Vertrauen zu schenken.  Dass es den grossen Fracht-Firmen auch nur um Geld geht, ist uns sehr einleuchtend geworden. Ich meine, nicht dass wir dies je bezweifelten. Aber man würde doch allgemein erwarten und wünschen, dass sie sich ein bißchen mehr für die Interessen der Kunden einsetzen würden, wenn sie schon so viel Geld schnallen für ihre Arbeit.  Gut, unser Schiff, die Heinrich Sibum ist nun doch endlich mal von Panama abgesegelt. In 24 Stunden könnte es hier sein. Aber die Firma hat nach all den Verzögerungen der letzten Woche beschloßen, dass das Schiff jetzt zuerst mal nach Maracaibo, Venezuela, segelt – und nicht nach Cartagena, wo wir warten. Also einfach hier an uns vorbei ... mit unserem Jeep! Wir finden es sehr ungerecht, dass unser Jeep auf diese Weise jetzt in mehr Länder kommt als wir. Wenn sie den dort dann wenigstens den Tank auffüllen würden, denn das Benzin soll in Venezuela sehr billig sein.  Und wenn das Schiff dort sonst nicht wieder von einem Streik oder anderen Mächten aufgehalten wird, dann könnte es von Donnerstag auf Freitag Nacht bis hier sein. Und wenn sonst alles glückt, könnten wir es dann noch Freitag aus dem Hafen holen, welches auch beinah einen ganzen Tag in Anspruch nehmen soll, sagt man. Wenn wir es Freitag schon nicht schaffen, dann heißt es eben bis Montag (2. November) warten ... Wir hoffen jedoch sehr darauf, dass es noch früh genug kommt, sodass wir es noch vor dem Wochenende alles schaffen. Aber man weiß hier nie!  Um uns mit unseren Unkosten zu helfen, hat die Fracht-Firma nun gesagt, dass sie uns US$ 116 entschädigen werden .... eine lächerliche Summe wenn man bedenkt, dass wir hier wohl ein paar Tausend Dollar verlieren!  Gestern, am 26. Oktober, schauten wir uns Teile der Altstadt hier an. Wie wir im letzten Blog schon berichteten, ist Cartagena de Indias eine bedeutende Festung der Spanier gewesen in der Kolonial-Zeit. Hier sammelte die spanische Krone große Schätze, die von hier aus dann per Schiff nach Spanien gebracht wurden. Daher war die Stadt lange Zielscheibe der Piraten. Und die Piraten der letzten Jahrhunderte waren oft sehr gut organisiert und waren im Stande auch ganze Städte einzunehmen. Um diesem entgegen zu kommen, baute man in Cartagena riesige Mauern um Teile der Stadt. Außerdem wurde mitten in der Stadt eine Festung/Burg gebaut, die beinah unbesiegbar war. Ein paar Mal gelang es Piraten die Stadt einzunehmen. Hatte man sie einmal besetzt, dann verlangte man riesige Lösegelder von der spanischen Krone.  Das faszinierende in der Burg waren die alten Tunnels (unterirdische Gänge), die wie ein Labyrinth eingeteilt waren. Sollte der Feind es je schaffen die riesige Festung zu bezwingen, dann zog man sich in den Gängen zurück und wartete auf den Feind. Keiner wagte sich in die dunklen Gänge, denn das bedeutete der sichere Tod.  An sonsten gehen wir täglich für ein Bad im Ozean und einmal am Tag gönnen wir uns eine gute Mahlzeit im Restaurant. Da Cartagena eine Touristenstadt ist, zahlt man hier gut für das Essen.  Mit den Pendlern auf den Straßen muss man gut ?handeln'. Sie setzen bei den Preisen so hoch an, dass man sie gut um 50 Prozent herunterdrücken kann, ohne sie auszubeuten. Die Erfahrung machten wir gleich am ersten Tag beim Kauf von Sonnenbrillen. Zuerst wollte der Händler 50.000 Pesos (etwa US$ 25) haben für ein Paar Brillen. Wir bekamen letztendlich zwei Paar Brillen für 50.000 Pesos. Wenig später bot und ein Händler genau solche Brillen für 10.000 Pesos das Paar an. Wir fühlten uns reingelegt.  Gut, es ist Zeit für ein Bad im Meer wieder. Die Sonne brennt jetzt schon nicht so sehr und da kann man es sich wagen. Alles Gute und danke für euer Interesse.

 

From Hermann aus Quito on Oct 27th, 2009

Ja Jungs, geniesst es trotz allem. Viele zahlen viel Geld um dort einmal im Urlaub zu baden... Warum reist ihr nicht schnell nach Venezuela und holt den Jeep dort aus dem Hafen? Uebrigens, Benzin ist hier auch sehr guenstig in Ecuador. Am besten beult ihr den Tank etwas aus um den gut voll zu machen. 1 Galon kostet 1,48 US Dollar.

From Henry Krahn on Oct 27th, 2009

Seid Ihr noch immer mit euren Freunden aus Colorado zusammen ? Wuensche Geduld und erfolg fuer die naechste Strecke. Wuensche Euch Gottes Geleit

From fraunz p. thiessen dietschlaun on Oct 28th, 2009

etj hab ne froag. kaun daut sennen daut de beaumte met dee ji tudönen haben aules nokomen von de piraten sent von de ji schriewen. aus etj de bilda vonne burch sach docht etj, wanse nü daut lutha leed "ne feste burg.." sijen woat an fleicht leichta omet hoat gruß fpth vonne plautdietsch-frind

From kennert on Oct 28th, 2009

Henry, wir sind nicht mit den Amerikanern zusammen, aber wir haben uns ein paarmal getroffen und sind ueber Email in Verbindung die ganze Zeit. Wir versuchen Druck zu machen auf die Fracht-Firma, dass sie uns unsere Unkosten decken helfen. Ein bisschen werden sie uns morgen zahlen. Kennert

From Benjamin Penner, Kol.Sommerfel on Oct 29th, 2009

Jungens bleibt mutig, der Jeep wird noch kommen,aber ich verstehe euch, wenn ich sollte so lange warten, dann wuerde meine geduld bestimmt auch meist abreiszen, animo y suerte, les desea Benjamin penner Colonia Sommerfeld Py.

From Wilfried von BC on Oct 29th, 2009

Jungs! Was fuer eine Erfahrung! Euer Jeep ist nicht verspaetet, euer Plan ist nur zu schnell :) machts gut!

From Mathilde aus Loma Plata on Oct 29th, 2009

Ich wuerde euch so gerne was troestliches sagen,doch leider finde ich dazu nicht die passenden Worte. Aber es gibt da ein Lied das heiszt, 'ein Schiff wird kommen'..........

From Frank Giesbrecht Canada on Nov 1st, 2009

Ich habe eben eure Bilder durch geschaut und die sind interesant nur das lange warten scheint mir alles andere als interesant zu sein, aber hoffentlich seid ihr schon weiter gekommen. Wuenschen Euch Glueck und Segen auf die Reise. Nov.2