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Wohlauf in Hopelchen, Campeche

Written on: Friday October 9th, 2009

9. Oktober – Hier mal wieder einiges von uns. Wir hatten die letzten drei Tage keine Moeglichkeiten, am Internet ranzukommen. Hier ist also etwas von den Ereignissen der letzten Tage. Mehr kommt dann hoffentlich in den naechsten Tagen.

Wir sind jetzt in Hopelchen, im Suedosten von Mexiko.

Hier also einiges:

 

6. Oktober – Durch die Sierra Madre Oriental

Da wir wussten, dass unser Weg heute lang sein wuerde – nicht von der Distanz her, sondern von den Bedingungen her – fuhren wir am Montagabend bis in die Abendstunden hinein und am Dienstag schon recht frueh (7 Uhr) los. Man hatte uns vorher erzaehlt, dass wir eine kurvenreiche Strecke von San Luis Potosi bis in der oestlichen Kolonie ?Tamaulipas' haben wuerden – und das bewahrheitete sich voll und ganz. Tausende Kurven liegen jetzt hinter uns. Zu einem Zeitpunkt fuhren wir 2.500 m ueber dem Meeresspiegel. Spaeter, als wir in Gonzalez, Tamaulipas, ankamen, waren es schon nur 50 m ueber dem Meeresspiegel. Diese Daten liefert uns der GPS.

 

An diesem Tag gingen wir zwei rigorioese Kontrollen vom Militaer durch. Es ging eigentlich gut, weil wir mit den Soldaten plauderten waehrend sie unser Auto nach .... na ja, wonach??? ... durchsuchten. Sie waren freundlich und neugierig, wenn sie erst merkten wohin wir fuhren. Der eine guckte allerdings sehr verdutzt und schien keine Ahnung zu haben, wo Paraguay ist. Sehr neugierig waren sie auch zu unserem Yerba. Als ich ihnen einen ?terere' anbot, lachten sie nur und lehnten hoeflich ab.

Es scheint so, dass sie unseren gruenen Jeep sehr verlockend finden und wenn sie uns sehen, winken sie uns immer gleich zur Seite waehrend manche anderen einfach vorbeifahren koennen. Bisher haben wir sie aber sehr freundlich und hoeflich empfunden, sodass es eigentlich spass machte.

 

7. Oktober – Am Golf von Mexiko

 

Hurra!!! Soeben erspaehten wir den Golf von Mexiko. Jetzt fahren wir wenige Meter ab von ihm, nur knappe 2 – 3 Meter ueber dem Meeresspiegel. Vor einer Weile waren wir sogar auf 0 Meter (das war unser GPS, der etwa 1,5 m von der Erden ist). Unser Hintern war also schon unterm Meeresspiegel. Hier werden wir uns die naechsten 15 Stunden oder so aufhalten – ich meine, in der Naehe vom Golf von Mexiko. Wir fahren im Moment genau suedlich, morgen geht es dann lange oestlich, bevor wir spaeter nachmittags wieder noerdlich wenden in Richtung Campeche, wo wir uns am Freitag verweilen wollen.

Unser Tag began heute wie ueblich, um etwa 6.30 Uhr: Aufstehen, duschen, und und und .... Mate trinken. Wir hatten in einem Hotel in Gonzalez, Tamaulipas, uebernachtet und fuhren dann gleich morgens zu der naheliegenden Kolonie ?Ohne Namen'. Ja, es stimmt, die Kolonie von Sommerfelder (urspruenglich aus der Chihuahua Gegend), die hier 1953 ansiedelten, haben keinen festen Namen fuer ihre Kolonie. Einige sprechen einfach nur von ?Tamaulipas', andere sagen ?Gonzalez' und noch andere sagen, ihnen ist kein Name bekannt. Die Kolonie mit etwa 2.000 Einwohner aehnelt sehr die Gegend von Bergthal und Sommerfeld in Ost-Paraguay – nur ist die Erde nicht rot. Ansonsten aehnelt sich auch das Klima sehr: schwuel und heiss! An diesem 7. Oktober war es hier sehr schwuel. Man schwitzte beim Sitzen. Inzwischen regnete es etwas und dann trat diese drueckende Schwuele wieder ein.

 

  • Wenn wir fuhren und uns mal ein anderes Fahrzeug vorbeifuhr, sagten wir immer: ?Na, der wird wohl noch weiter als Paraguay fahren wollen, deswegen hat der es so eilig!"
  • Diese Strecke ist sehr langsam. Wir sind ohne Zweifel ueber Hunderte – wenn nicht Tausende – ?topes' (Geschwindigkeits-Erhoehungen auf den Wegen) gefahren. In jeder Ortschaft die man durchfaehrt sind immerhin drei oder mehr dieser ?Anhoehungen'. Es ist zeitweise zum entmutigen, wenn man gerne schneller vorwaerts kommen moechte. Wenn dann noch ein paar langsame und beladene Lastwagen vor einem ?zu langen kommen', dann geht es noch viel langsamer. Ich kann es nicht begreifen, wie man es zulaesst, dass diese in solchen Mengen aufgebaut werden. Ich verstehe es schon, wenn man sie in der Naehe von Schulen usw. aufbaut, aber so wie dies, finde ich es voellig uebertrieben. Schier den ganzen Tag muss man nur bremsen und gasgeben. In sieben Stunden fuhren wir heute etwa 465 km – beinah laecherlich, wenn man bedenkt, dass man oefters bis ueber 100 fahren konnte.
  • Jetzt schreibe ich schon vom Hotel in Cardel, etwas noerdlich von der Stadt Vera Cruz. Bis hier sind wir gekommen, obwohl wir unterwegs schon daran zweifelten, ob wir es soweit schaffen wuerden. Der Verkehr ist in dieser Gegend wirklich gefaehrlich. Der Weg ist schmal und in schlechtem Zustand und viele riskieren sehr viel beim Ueberholen. Ein paar Mal sahen wir, wie Autos beinah frontal zusammenstiessen, nur weil jemand so dumm war und auf einer Kurve seine Geduld verlor. Die letzten 2 Stunden, schon bei Finsternis, waren also richtig stressvoll und als wir dann um etwa 8.00 Uhr bei einem Hotel ankamen, waren wir beide erleichtert.

 

Endlich bis Hopelchen – 8. Oktober

 

Einmal wieder sitzen wir in einem Hotelzimmer ? und schreiben, und schreiben, und schreiben ?.. Wozu??? Damit ihr die POST lesen koennt. In Wirklichkeit macht ihr uns die Reise dadurch nur noch viel anstrengender und schwerer ☺!!! Aber die Wahl es so zu machen haben wir selber gemacht! Niemand hat uns zu dieser Reise gezwungen. Im Gegenteil, manche haben uns sogar davon abgeraten.

Heute legten wir insgesamt 965 km  zurueck. Wir fuhren morgens in Cardel (noerdlich von Veracruz) los und kamen ganz Gegenabend in Hopelchen an. Hier in dieser Umgebung liegen 12, 13, 14 .... Kolonien. Ich weiss es nicht ganz genau, wieviele es sind. Fragt man die Mennoniten hier, dann scheint es auch niemand so genau zu wissen. Auf jeden Fall sind es schon ein Dutzend. Die meisten Kolonien sind jedoch klein und zaehlen in manchen Faellen nicht mehr als einige Doerfer und vielleicht 50 Familien oder sogar noch weniger. Einige Kolonien sind jedoch groesser und zaehlen weit mehr als 100 Familien.

Heute fuhren wir weite Strecken den Golf von Mexiko entlang. Irgendwie schien unser Jeep die Meeresluft jedoch nicht zu moegen. Bald nachmittag fing er an Schluckauf (?schnucke') zu bekommen. Immer wenn wir ein anderes Auto ueberholen wollten, ?schnuckte' er und kam nicht so recht vorwaerts. Wir meinten, es sei ein Problem wegen dreckigen Benzin. Als wir ein paar Stunden spaeter frisch auftankten, meinten wir, dass Problem wuerde behoben sein. Und wirklich, als wir auf der ?autopista' waren, war er wieder sehr willig und ?gallopierte' an alle anderen Fahrzeuge vorbei. Aber nicht fuer lange! Schon bald wieder zeigte sich seine Unwilligkeit und er ?stotterte' von neuem los. Wir hoffen, dass wir das Problem morgen etwas auf Grund gehen koennen. Ansonsten scheint er sehr gut zu funktionieren.

Wir haben jetzt insgesamt 7.650 km zurueckgelegt. Wir naehern uns schnell der Haelfte unseres Zieles. Wenn wir morgen noch einige Hundert Kilometer raufdrehen koennen, dann muessten wir die Haelfte unserer Reise hinter uns haben. Mal sehen, ob der Jeep uns den Gefallen tut und uns ganz bis Paraguay bringt.

 

From Taller Chaco on Oct 9th, 2009

Ich hatte hir gestern genau so einen Jeep im Taller, der Fucionierte super, nur zu wetab zum auswechseln,hofentlich verholt er sich noch wider

From Wilfried"s Schwester on Oct 9th, 2009

Na das hoert sich gut an, das ihr noch so gut vorwaerts kommt.Denke und bete weiter fuer Euch um Schutz, Bewahrung u. Gelingen weiterhin.Mutig vorwaertz Jungs.Wir wissen fast nicht mehr was schwuehl bedeutet.Hier hat heute der erste Schnee gefallen u. es ist 0 grad celsius.Saludos.

From arthur on Oct 9th, 2009

muylindo.coop en wilfried ope reiswea wuat schuwe wann na met emaul aufsaijt?

From Carlos on Oct 9th, 2009

Ekj haud aewa mien program von juent junges jeraet, enn aunjeboden, daut aul dee, waut juent nofolgjen wullen, sullen mie no juene addrass froagen. Maunche haben mie aul jeschraewen enn lesen nue juen website. Na jo dann, travel safely and it's always good to hear from you and your adventure. Blessings.