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We made it to San Luis Potosi - ein Drittel unserer Reise

Written on: Monday October 5th, 2009

Durango/ Nuevo Ideal/ Patos – 4. Oktober

 Am 4. Oktober fuhren wir die Strecke von Cuauhtemoc nach Nuevo Ideal, Durango. Diese Mennonitenkolonie zaehlt etwa 7.000 Einwohner und ist verhaeltnismaessig dicht besiedelt, obwohl sie auch in Doerfer angelegt ist, wie die meisten Kolonien in Mittel- und Suedamerika. Auch hier heissen die Mennoniten Redecop, Klassen, Schmidt, Loeppky, Goertzen, Hiebert, Bartsch und so weiter. Manche Einwohner waren noch sichtlich erschuettert von den Ereignissen der letzten Woche. Am Montag wurde ein Abram Klassen entfuehrt und nach der Zahlung eines Loesegeldes wieder unverletzt freigelassen. Nur wenige Tage zuvor wurde ein Herr Bartsch grausam ermordet. Es sind Ereignisse wie diese, die die Bevoelkerung verunsichern.  Durango – von den aelteren Personen noch meistens Patos genannt – ist die Mutterkolonie manch einer Kolonie weiter suedlich. Verfolgt man all die Gruppen, die von hier ausgewandert sind, dann landet man in Campeche (Mexiko), in Ostparaguay, in Bolivien in mehreren Kolonien und auf anderen Stellen. Kaum eine Gruppe von Mennoniten hat sich ueber die Jahrzehnte so weit verbreitet wie diese. Nachdem wir uns auf der Strasse mit Jugendlichen unterhalten und zahlreiche Bilder gemacht hatten, fuhren wir zu Abram Klassen, Neu-Hoffnung. Klassens waren leider nicht zuhause, sondern auf Besuchs-Reisen, wie es manche Mennoniten gerne pflegen, um all die Verwandten weit und breit zu besuchen. Zu unserer Ueberraschung war der Hof aber lange nicht leer; im Gegenteil, mehrere Fahrzeuge standen auf dem Hof und zahlreiche Kinder liefen auf und ab. Die drei verheiratete Toechter von Klassens und ihr verheirateter Sohn Johan waren alle zur Stelle und hatten das wunderschoene Wetter ausgenutzt um auf dem Hof der Eltern Fleisch zu backen. Ist ja bestimmt auch billiger, als wenn man es zuhause macht ☺. Obwohl die Kinder alle gerade nachhause fahren wollten zum Melken und Vieh besorgen, so luden sie uns herzlich ein, die Nacht doch im Haus der Eltern zu verbringen, trotz ihrer Abwesenheit. Wir nahmen die Einladung ein! Anschliessend fuhren Wilfried und ich jedoch nochmal durch einige Doerfer, um uns ein besseres Bild vom Leben in der Kolonie zu verschaffen. Durango ist von der Flaeche her eine relativ kleine Kolonie und man kann in wenig Zeit die halbe Kolonie besichtigen. Als wir wenig spaeter wieder zurueck zu Klassens Haus kamen, fing es an mit Besuchern zu stroemen. Klassens ihre Toechter, ihre Maenner und ihre Familien waren bald wieder an Ort und Stelle. Auch POST-Schreiber Jacob B. H. Redecop erfuhr von unserem Dasein und kam rueber, um sich mit uns zu unterhalten. Wir nahmen alle die Gelegenheit wahr und stellten so viele Fragen wie moeglich. Wir wollten mehr ueber die Kolonie und den Leuten erfahren und sie wollten mehr ueber uns und unsere Reise wissen. Die Zeit verflog und bevor wir es so richtig merkten, zeigte die Uhr schon beinah 11.00 Uhr abends. Es war Zeit die Kinder aufzupacken und sie ins Bett zu bringen. Auch fuer den Erwachsenen war es wohl Zeit das Kissen ueber die Ohren zu ziehen. Denn in Durango sind die meisten Mennoniten Milchbauern, welches eine gebundene Arbeit ist und in den meisten Faellen auch verlangt, dass man frueh aufsteht. Auch fuer uns heisst es nicht zu lange aufzubleiben, weil wir am naechsten Tag immer nur weiter und weiter suedlich wollen. Ausserdem haben wir es uns schon zur Angewohnheit gemacht, in den spaeten Abendstunden noch einiges von den Ereignissen des Tages aufzuschreiben. Denn am naechsten Tag kommt wieder so viel Neues auf, dass man die Geschehnisse des Vortages nicht mehr so klar im Gedaechtnis hat und leicht etwas vergessen kann. Interessant an diesem Tag fanden wir auch die Gespraeche mit Jugendlichen auf den Strassen. Viele Jungen und Maedchen verbringen ihre Sonntage auf den Strassen und treffen sich mit gleichaltrige Jungen und Maedchen. Und obwohl die meisten sich sehr respektvoll und anstaendig verhalten, so gibt es leider zu viele solcher, die sich etwas Mut antrinken und dann Probleme machen. Aber dies schreibe ich nicht um zu sagen, dass dies ein Problem in der Durango-Kolonie ist, denn hiervon koennen wohl alle Kolonien Klagelieder singen. Na joo, schlupt schein, etj sie meid!!!5. Oktober – Guten Abend, jetzt sind wir wieder dran. Wir sitzen hier jetzt in einem Nest ... ups, ich meine Hotel... wir wissen nicht mal genau wo es ist. Es sind noch etwa 100 km bis San Luis Potosi. Falls ihr wissen wollt, wo das liegt, schaut auf dem Globus. Mittlerweile liegen schon 5.600 km hinter uns – nach unseren Berechnungen ist das ein Drittel der gesamten Strecke. Die zwei Grenzuebergaenge verliefen reibungslos. Von Kanada nach USA dauerte uns keine 3 Minuten; von USA nach Mexiko etwa eine Stunde. Wir hoffen nur, dass sich die restlichen 12 Grenzgaenge dermassen verlaengern ☺. Wenn aber doch, dann wird es zwischen Bolivien und Paraguay schon 12 Stunden dauern. Ich werde es heute nicht zu lange machen. Wir fuhren morgens in Durango los und kamen etwa 4,5 Stunden spaeter in La Honda, Zacatecas, an. Dort ist eine Kolonie mit etwa 3.000 Mennoniten. So wie in den meisten Kolonien sieht man auch hier die zwei Extreme Reich und Arm. Die Braunen-Familie alleine melkt etwa 60.000 Liter Milch am Tag. Ja, ihr habt richtig gelesen: 60.000 Liter!!! Aber sie melken ja auch 2.000 Kuehe. In ihren Melkstaellen und der Kaesefabrik stellen sie jedoch hunderte Arbeiter an und helfen somit anderen zu einem Einkommen. Auf La Honda ist rote fruchtbare Erde, aehnlich wie in Ost-Paraguay. Von hier weiter ist mir auch alles fremd. Ich bin nie in San Luis Potosi und Tamaulipas gewesen. Mal sehen, wie wir dort ueberall hinfinden. Es wird wohl noch gut fragen meinen. Karten von den Kolonien gibt es kaum und beschildert sind auch nur die wenigsten. Ohhh, wenn ich von Schilder schreibe, dann muss ich unwillkuerlich daran denken, wie wahnsinnig viele Schilder hier an den Seiten der Wege sind. Ich scherze nicht!!! Wir haben sie zwar noch nicht gezaehlt, aber auf einer Strecke von 1 km sind bestimmt an die Hundert Schilder alles zusammen. Und wenn man abends faehrt und das Flutlicht dagegen scheint, dann ist es sogar stoerend; die Schilder leuchten einem so hell entgegen, dass es direkt unangenehm ist.  Okay, leider muss ich es hier abbrechen. Habe noch vieles zu tun. Wilfried und ich wollen uns bei allen bedanken, die sich hier eintragen und uns verschiedene Mutzusprueche, Witze usw. wuenschen. Vielen Dank! Ich habt keine Ahnung, wieviel wir es wertschaetzen, wenn wir wo anhalten, Internetanschluss bekommen und dann lesen, was ihr uns zu schreiben habt. Muchas Gracias! Lo apreciamos muchisimo. Schlopp schein wann je iesch soe wiet sennt. Chau!!!

 

From Jasch Gerbrand on Oct 6th, 2009

Hallo Jungs schoen euch in diesem vorhaben zu begleiten via internet Macht weiter so und alle zeit gute Fahrt!

From Jeffry Harder on Oct 6th, 2009

Muy buen trabajo. Q experiencia. Fuerza y adelante muchachos. Le esperamos en Paraguay. Salu2s, JEFFRY

From Berta on Oct 6th, 2009

Sehr interessant, mitzuerleben was euch alles so begegnet. wuensche euch weiter Gottes Schutz u. Erfolg in eurem Vorhaben.gruessend:Bill's Schwesterherz..

From Alice Balzer on Oct 7th, 2009

Hy Kennert und Wilfried.Schön das ich euch begleiten kann,Meine Gedanken und Gebete begleiten euch sehr viel.Wünsche euch weiter Gottes Schutz auf eurer Reise.Fuerza!!!!!!!

From fraunz p. thiessen dietschlaun on Oct 7th, 2009

mi es daut sea schod daut ji nich bi ons en dietschlaund em plautdietsch-kentoa aunhoaken wieda aulet goode oppe reis wenscht fpth vone plautdietsch frind

From F Schneider loma plata on Oct 7th, 2009

sehr interesant euch zu begleiten ,gute reise u macht weiter so !!!

From Erdman. Taller Chaco on Oct 7th, 2009

Hallo! Kennert & Wilfried,Es ist mir sehr intresant,ich Schaue jeden Tag nach was Neues, Wir wollen euch weiter mit Gebet Unterstuezen.Hofe auch das der Charoke nich Probleme macht

From werner wiebe on Oct 7th, 2009

hallo:wir wuenschen euch weiter eine gute reise und viel mut schau:

From Wilfried Funk on Oct 8th, 2009

Hallo Jungs, ist wirklich sehr interessant euch sozusagen zu verfolgen...wir freuen uns mit euch und wuenschen weiter Gottes Segen auf der reise. Kennert, tust dein mailbox nachsehn, ok ? Saludos....ORO

From John Harder on Oct 8th, 2009

Jetz fangen wir schon an zu schauen wo ihr bleibt es sind schon 4 tage wo ihr nichts geschrieben habt wo ihr seit hoffen das alles ok ist wuenschen weiter glueck und beschuetzung Passen sehr auf auf euch.

From Largo on Oct 8th, 2009

Hi, Ihr zwei. Schön, dass es immer weiter geht! Ich mach schon alles fertig zum Asado...

From m. redekopp on Oct 8th, 2009

sehr interesant,besonders wen einer von da hoert, wo einer aufgewachsen ist,moege gott mit euch sein

From Jasch Gerbrand on Oct 9th, 2009

Schoen das ihr wohlauf seid bis campeche ich dachte ihr wuerdet gerade aus bis Diengstag und dann rechts abbiegen ha ha Fuerza!!