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Informationen von vorgestern (28. September)

Written on: Wednesday September 30th, 2009

Unser Jeep stellt sich quer! 28. September – Seit gestern muessen wir zu unserem Jeep ?Sie" sagen. Schon bald nachmittags hoerten wir ein unangenehmes Geraeusch von unter der Motorhaube. Nur ein paar Stunden vorher hatten wir den Jeep gelobt, wie schoen der Motor lief und wie gut er sich bisher benommen hatte. Nach einem kurzen Halt und einigen Untersuchungen stand fest, dass es mit einem Lager am Kompressor der Klimaanlage (?aire acondicionado') zu tun hattte. Und da die Seide (?fan belt') mit der Motorkuehlung und auch ?alternador' zusammenhing, stand es fest, dass alles zum Stillstand kommen koennte, wenn dieses Lager wirklich ganz kaputt gehen und somit auch die Seide abreissen koennte. Uns blieb jedoch keine grosse Wahl. Wir entschieden weiter zu fahren, auch wenn es noch etwa 250 km waren. Wir hofften, dass alles bis Newton hallten wuerde und dass wir es dann am Montagmorgen ?fixen' koennten. Als wir um etwa 6.00 Uhr bei Willmar und Hannah Neufeld-Harder anhielten, war unser Jeep immer noch in einem Stueck, auch wenn es beim oeffnen der Haube ziemlich ?heiss' roch. Mit Hilfe ein paar Maenner schaften wir es, einem Mechaniker zu ueberreden, dass er gleich Montagmorgens unseren Jeep beschauen und fertigmachen wuerde. Gesagt getan! Nachden Jim sich den Jeep beschaut hatte und nach kurzem ratschluesseln entschieden wir uns den ganzen Kompressor auszuwecchseln. Ein Spass, der uns etwas ueber 500 Dollar kostete. Die Arbeit an und fuer sich dauerte auch nicht so lange, nur mussten wir ein paar Stunden auf den Kompressor warten, den wir erst in Wichita fanden, etwa eine Stunde von Mountridge, wo Jim seine Werkstatt hatte. Anstatt um 9.00 Uhr morgens konnten wir jetzt erst um 1.00 Uhr mittags losfahren. Nachdem der Kompressor umgesetzt und neu mit ?Frierstoff' gefuellt war, war es im Jeep aber beinah so kalt wie beim Nordpol. In der Zwischenzeit fuhren wir mit Harder in der Gegend herum. Dabei wurde mir so manches deutlicher, was die Zusammensetzung der Mennoniten in der Gegend angeht. Wahrscheinlich hab ich dies schon mal frueher geschrieben, aber die Gegend von Newton, Groessel, Heston usw. ist wohl der Kern der Russlandmennoniten in den USA. Nirgends gibt es so eine Vielfalt von Mennoniten und Mennonitengemeinden in den USA wie hier. Und in kaum einer Gegend haben die Mennoniten ihren Namen selbst so treu gehalten wie hier. Ein jeder, der etwas ueber die Geschichte und auch besonders die Gegenwart der Mennonitengemeinden in Nordamerika heute kennt, der weiss, dass immer mehr von den Namen ?Mennoniten' wegscheuen. Dies sieht man in dieser Gegend zwar auch, aber lange nicht so extrem wie in vielen anderen Teilen Kanadas und den USA. Hier in Kansas bekommt man den Eindruck, dass die meisten doch noch stolz auf ihre Vergangenheit und den ?mennonitischen Glauben' sind. Hier liegen auch einige der bekanntesten Bibelschulen der Mennoniten in Nordamerika: Bethel College, Heston College und andere mehr. Der Glaube an Friede, Wehrlosigkeit, Nachfolge usw. sind in ihrem Unterricht noch tief verankert. Und so wie in wohl allen Kolonien und Ortschaften wo Mennoniten leben, ist es auch hier, dass es eine Rivalitaet zwischen den verschiedenen Gemeinden, Schulen und Teilen gibt, wo Mennoniten sind. So spielt es bei manchen auch hier eine entscheidende Rolle, ob man von ?ditt Sied' oder ?jant Sied' kommt. Nun sind wir wieder einige Stunden unterwegs – unterwegs nach Tigertown, Forest Hill und Honeygrove, richtig romantische Namen fuer Ortschaften, wo auch Mennoniten leben. Ganz andere Mennoniten als wir sie in der Umgebung von Newton antrafen und kennenlernten. Die plattdeutschen Mennoniten dieser Gegend kommen eigentlich alle aus Mexiko – ihre Eltern und Grosseltern natuerlich aus Kanada und noch frueher aus Russland. Waehrend ich fahre, schreibe und daneben noch Terere trinke, versucht Wilfried hier zu schlafen. Nein, stimmt nicht! Geht ja gar nicht. Also Wilfried faehrt und ich schreibe nur ein paar Sachen auf. Wir haben schon beinah 2.000 Kilometer hinter uns. Klima und Landschaft haben sich in dem Sinne nicht sehr geaendert. Viel offene Felder und wenig Waelder. Viele weiten Ebenen, wenig huegelige Landschaften. Viel Wind, wenig Wolken. Allerdings hat die Windrichtung sich gestern geandert. Wo er anfaenglich uns vom Sueden entgegenwehte, so kommt er seit gestern mit Wucht aus dem Norden. Eine laengere Strecke hinderte uns dies sogar beim Fahren, als wir vom Osten nach Westen fuhren und er unablaeessig mit hoher Geschwindigkeit aus dem Norden blies. Zu Zeiten so stark, dass wir am Steuerrad zu schwitzen anfingen, so sehr mussten wir schaffen, um den Jeep auf die Autobahn zu halten (vielleicht kam das Schwitzen auch davon, dass wir unsere Klimaanlage nicht anhaben konnten ... ☺= Kennert;☺= Wilfried)

 

From Isbrand on Sep 30th, 2009

Schön, wieder von Euch zu hören und daß Ihr laut Eurem Plan vorwärts kommt.

From Alfred Largo on Sep 30th, 2009

Hi, das ist ja schön, dass es wieder weiter geht! Sagt weiter "Jie" zu dem Jeep, denn vielleicht ist der Jeep nichts jünger wie seine Fahrer...???!!!

From Hermann aus Quito on Sep 30th, 2009

na Junges, daut freet onns sea daut juun foatich wada good deit. We wensche juunt eene goode foat in wachte in Quito Ecuador ap junt.

From Berta on Oct 1st, 2009

Na gut , das ihr das Problem wieder hinter Euch habt,wuensche euch weiter gelingen und alles Beste auf der Reise.

From Hein Harder on Oct 1st, 2009

Hallo Kennert, ich bin froh das du da einen helfer gefunden hast fuer den Jeep. Jetz brauch ich schon nicht zu kommen. Lindo