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Weitere Vorbereitungen

Written on: Tuesday June 9th, 2009

Der Tag kommt immer näher, der 26. September, den wir als Abfahrtsdatum gesetzt haben. Ich checkte gerade meinen "Countdown-Timer", er sagt, es sind noch 109 Tage. Wow...

Kennert Giesbrecht ist seit etwas mehr als 7 Jahren Editor der Mennonitischen POST. Er wohnt mit seiner Familie in Mitchell, Manitoba.

Wilfried Klassen arbeitet seit 3,5 Jahren als Hilfseditor bei der Mennonitischen POST in Steinbach. Er wohnt mit seiner Familie in Steinbach, Manitoba.

In der ersten April-Ausgabe der Mennonitischen POST stellte Kennert unsere Reise etwa wie folgt den Lesern der Zeitschrift vor:

"Am 26. September wollen Wilfried Klassen, mein Mitarbeiter hier bei der POST, und ich nämlich mit dem Auto losfahren nach Paraguay. Die Reise wird uns durch 15 Länder führen: Kanada, USA, Mexiko, Belize, Gautemala, Honduras, El Salvador, Nicaragua, Costa Rica, Panama, Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien und letztendlich Paraguay. Die ganze Strecke ist nur 15.000 Kilometer lang. Was es jedoch schwierig und langsam macht, sind all die Grenzüberfahrten. Hinzu kommt noch, dass man von Panama nach Kolumbien mit dem Schiff übergesetzt wird – das Auto wenigstens. Einen befahrbaren Weg gibt es da also nicht. Außerdem soll der Wald in dem Grenzgebiet da zwischen Panama und Kolumbien voller Guerilla-Gruppen (Regierungsfeindlichen Terroristen) sein. Wir selber werden diese Strecke wohl fliegen müssen und dann in Kolumbien auf unseren Jeep warten. Wie lange so eine Reise dauert, ist schwierig zu sagen. So gut und so viel man auch vorher plant, letztendlich kann man nicht wissen, wie lange man auf den Grenzen zubringen wird oder wie lange man in Panama wird warten müssen oder wie viele Probleme man unterwegs antreffen wird.

Obwohl dies ein einmaliges Abenteuer für uns beiden wird, so liegt auch eine Menge Arbeit in der ganzen Planung und Durchführung. Unser Plan sieht vor, dass wir am 26. September losfahren werden und in etwa 5 Wochen Paraguay erreichen wollen.

Ein Ziel dieser Reise ist Mennoniten auf dem Weg zu besuchen. Auf dem Weg Süden wollen wir so weit wie möglich bei Mennoniten anhalten, übernachten und spazieren. Darüber soll dann so manches in der POST erscheinen, Bilder und auch Berichte. Natürlich werden wir bei lange nicht allen Kolonien und ?mennonitischen' Ortschaften anhalten können, aber bei einigen Dutzend vielleicht ja."

Später, in der 2. Juni-Ausgabe, stellte Kennert dann einen etwas dataillierteren Reiseplan vor, der natürlich bei allen Planungen auch flexibel bleiben muss:

 "Vor ein paar Monaten stellte ich unsere Reise nach Paraguay mit dem Auto vor. Seitdem haben wir unzählige Reaktionen von unsern Lesern und Freunden bekommen. Und so allmählich werden Wilfried und ich schon immer begeisterter. Die Tage ziehen vorbei und es sind immer weniger Nächte bis zu der Abfahrt. Wenn ich richtig gezählt habe, sind es nun 111 Tage (oder Nächte, wie immer man es nehmen will). Ja, ihr seht es richtig, wir beide sind schon ganz begeistert und freuen uns schon wie Kinder zu Weihnachten, die ja auch Nächte und Stunden zählen. Nur einen groben Unterschied gibt es wohl zwischen Kinder vor Weihnachten und uns. Kinder freuen sich nur, für uns gibt es auch noch Sorgen und Bedenken vor so einer Reise. Es gibt vieles vorzubereiten und zu planen. Manche Papierarbeit muss erledigt werden. Einige Impfungen müssen wir uns verabreichen lassen, um durch die Länder Mittelamerikas zu fahren – darohne kann man nicht in alle Länder hineinfahren. Die Dokumente fürs Auto und für uns müssen fertig sein, sonst gibt es bei den etwa 15 Grenzübergängen Schwierigkeiten.

Und wie wohl zu erwarten ist machen wir uns auch schon reichlich Gedanken über den Inhalt des Buches, welches wir nach der Reise schreiben und zusammenstellen wollen. Auf dieser Ebene würden wir uns freuen, wenn wir aus all den Kolonien, wo wir durchfahren werden, Informationen zu der Geschichte der Mennoniten dort, etwas Schriftliches, bekommen könnten. Aus dem Grund will ich jetzt einmal unsere ganze Reise so gut wie möglich vorstellen, sodass Leser und sonstige Personen in den Kolonien und Gegenden bescheid wissen. Wenn sich jemand in den genannten Kolonien gut mit der Geschichte der Ortschaft auskennt und die Ansiedlung vielleicht selber miterlebt hat, ist er vielleicht daran interessiert, etwas über den Anfang derselben zu schreiben und uns zu zusenden.

Gut, hier ist immerhin unser Reiseplan, wie er jetzt aussieht. Dass manches sich verschieben kann, ist wohl einem jeden einleuchtend, da unvorhergesehene Dinge eintreten könnten.

Von Steinbach geht es am 26. September los. Das ist das einzige Datum, das wir festgelegt haben. Alles andere danach soll kommen wie es kommt. Von da fahren wir nach Mountain Lake, Minnesota. Weiter dann nach Newton, Kansas. Meistens werden wir in jeder Ortschaft nur eine Nacht und einige Stunden am Tag verbringen. Von Newton gedenken wir dann nach Paris, Texas, zu fahren, wo in den Ortschaften Honeygrove und Tigertown ziemlich viele plattdeutsche Mennoniten leben. Am darauffolgenden Tag gehts dann ab nach Seminole, Texas, unsere letzte Station in den USA, bevor wir bei Ojinaga über die Grenze nach Mexiko fahren.

Unsere erste Haltestelle in Mexiko sind dann die Kolonien und Ländereien bekannt als ?colonias algodoneras': Oasis, Nueva Holanda, Los Juncos, Los Cienes, Las Bombas, Volcanes, Las Palmeras und andere mehr. Von da geht der Weg weiter nach Cuauhtemoc und die Kolonie in der Gegend. Dort gedenken wir ein paar Tage zu bleiben, bevor wir weiter nach Nuevo Ideal, Durango, fahren und dann in den benachbarten Staat Zacatecas, wo wir die La Honda Kolonie besuchen wollen. Von da gehts dann Richtung Osten mit einem kurzen Stopp in San Luis Potosi, wo die neue Kolonie Las Grullas ist.

Einige Stunden weiter östlich sind die Kolonien bekannt als Tamaulipas und Gonzalez. Vielleicht ist dies auch eins und dieselbe Kolonie. Ich weiß immer noch nicht so recht wie es da in Tamaulipas mit den Kolonien ist, aber ich hoffe, ich kann es endlich mal ausfinden und lernen, wenn ich im Oktober da bin. Von Tamaulipas gehts dann südöstlich nach Veracruz und Campeche. Zuerst hofften wir, dass wir in Veracruz auch noch Mennoniten antreffen würden, aber die kleine Kolonie, die dort vor mehreren Jahren von der Quellenkolonie aus gestartet wurde, ist gerade in diesen Wochen (im Juni Monat) völlig aufgegeben worden. Im letzten Jahr wohnten dort schon nur einige Familien und jetzt wo sie merken, dass nicht weitere Familien kommen, wird es für sie auch zu schwierig. Wie mir mitgeteilt wurde, ziehen die letzten jetzt im Juni dort weg und das Land soll verkauft werden.

Also werden wir unseren nächsten längeren Halt dann in der Umgebung von Hopelchen machen, wo es zahlreiche Mennonitenkolonien gibt. Damit sind wir dann auch schon beinah bei der letzten Kolonie in Mexiko angelangt. Näher zur Grenze nach Belize ist schon nur noch Salamanca. Ob wir dort anhalten werden, wissen wir noch nicht genau. Auf jeden Fall ist das das Ende von Mexiko da. In Belize werden wir auch ein paar Kolonien ?besuchen'. Ganz sicher werden wir wohl in Shipyard und Spanish Lookout anhalten; ob da noch Zeit für andere Kolonien bleibt, müssen wir sehen, wenn wir erst soweit sind.

Von Belize geht es dann nach Guatemala, El Salvador, Honduras, Nicaragua und Costa Rica. In Costa Rica haben wir einen POST-Leser und den wollen wir auf jeden Fall auch besuchen. Von da gehts weiter nach Panama, wo wir unser Auto ?einschiffen' müssen, während wir nach Kolumbien fliegen. Ist unser Auto erst einmal in Cartagena angekommen, dann wollen wir uns sofort auf den langen und beschwerlichen Weg durch das Anden Gebirge machen.

In Kolumbien, Ecuador und Peru gedenken wir keine langen Pausen zu machen, sondern zügig Richtung Süden zu ?puttern'. Erst in Bolivien wollen wir uns wieder etwas mehr Zeit für Besuche lassen. In welchen Kolonien wir da anhalten werden, bleibt noch offen. Aber die Chancen sind auf jeden Fall besser für die Kolonien, die auf unserem Weg nach Paraguay liegen; also die Kolonien südlich von Santa Cruz: ?Brechas', Kolonien bei Charagua und dann weiter südlich noch die anderen.

Einmal im Chaco angekommen, werden wir uns wohl einige Ruhe-Tage erlauben, bevor wir dann noch nach Ost-Paraguay fahren. Dort werden wir einen schnellen Streifzug durch mehrere Kolonien machen, aber ganz bestimmt nicht alle. Dies ist dann schon mit dem Ziel nach Asuncion zu kommen und von dort wieder in unsere nördliche Heimat zurückzukehren."

Am 22. August wollen wir eine Feier haben beim "Gymnasium" der Steinbach Mennonite Church, wozu wir alle unsere Freunde einladen. Kennert und ich wollen etwas über die Reise berichten, wie wir sie geplant haben, es gibt Hamburger und Hot-Dogs zu kaufen und 3mol Plaut wird einige ihrer interessanten plattdeutschen Lieder singen. Bei der Gelegenheit wollen wir verschiedene "Door Prizes" haben, die nachher dann "verlost" werden, wo es verschiedene sehr interessante Preise zu gewinnen gibt (u.a. eine Urlaubsreise für 2 Personen, Guisotopf, Kohlen, ein Fahrrad, Yerba und Guampa etc.). Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen. Beginn um 6.00 Uhr abends.

 

From John Harder on Aug 23rd, 2009

Wuenschen alles gute und einen sicheren Trip moege Gott euch bewarren in eurem vorhaben