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Pasto und Cali

Written on: Saturday May 21st, 2011

A journal entry from: America del Sur

Nachdem wir uns wieder an die Höhe gwöhnt hatten und uns noch mit einigen Südamerikanischen Souvenirs eingedeckt hatte, reisten wir über die Grenze nach Kolumbien. Die ganzen Grenzsachen verliefen ereignislos. Lustig war nur, dass wir in Kolumbien zwei Fingerabdürcke geben mussten, und das beste war, als wir peruanisches Geld wechseln wollten. Es wären umgerechntet etwa 20 Franken gewesen, und der Wechsler wollte uns gerade mal 10 geben ;-). Tja, so haben wir halt immer noch peruanische Soles...

Kurzfristig entschieden wir uns in Ipiales, noch die berühmte Kirche "Las Lajas" anzuschauen. Die Art, wo die Kirche gebaut wurde, also so als Brücke über einen Fluss, und dass die vordere Wand noch der Naturfels ist, ist schon schön. Aber wir hatten es auch schnell wieder gesehen. Und dann gings wieder einmal nach Pasto, meiner Geburtsstadt. Wir fanden nach langem Suchen ein Taxi, das uns in das eher weit vom Terminal liegende Quartier brachte. Dort konnten wir wieder bei Rosa übernachten, da wo wir schon mal übernachtet haben. Es war sehr herzlich, und wir waren wie in einer Familie. Sie bemühten sich ein Programm für uns zusammen zu stellen, und wir bekamen Vollpension! Echt lieb. So nahmen sie uns mal mit in ein etwas höher gelegenes Quartier, wo wir auf einen Teil der Stadt sehen konnten. Zudem ist dort die Umgebung sehr schön. Der nächste Morgen verbrachten wir in einem Park, wo wir barfuss gehen konnten. Den haben wir das letzte mal in Pasto auch schon gemacht, aber es ist so schön dort. Und als ich nachher noch barfuss auf die Toilette ging, fragten mich zwei Frauen, ob ich denn immer barufss unterwegs sei...;-) Ich hätte sagen soll, dass wir in der Schweiz eben immer ohne Schuhe gehen ;-)!!!

Am letzten Tag in Pasto fuhren wir zur Laguna La Cocha mit unserem Hostmami Rosa, ihrer Adoptivtochter Marta, ihrem Sohn Homero und einer Schweizerin, die da in der Entwicklungsarbeit mithilft. Auch diesen Ort kannten wir schon, aber dort ist es sooooo schön!!! Zudem wollte Rosche nochmals feine Trucha, also Forelle, essen. Leider war das Wetter nicht so toll, aber wir genossen den Tag in vollen Zügen. Der Ort dort ist herrlich schön und ruhig. Wir besuchten auch noch die kleine Insel, Welche einen kleinen Urwald beherbergt. Super! Und dann war unsere Pastozeit auch schon wieder vorüber, und wir fuhren in einer mühsamen Fahrt nach Popayan. Es hat in letzter Zeit extrem viel geregnet, deshalb ist die Strasse voll Löcher und Dreck von den Erdrutschen.

Man erzählte uns, diese Stadt sei wunderschön. Das fanden wir auch, vor allem vom Aussichtshügel aus. Die Stadt ist extrem weiss und schön. Aber als wir abends um 8 etwas zu essen suchten, fanden wir nur gerade eine Bäckerei die noch offen hatte!!! Sonst essen die Südamerikaner doch immer so spät und noch später! Nun ja, wir wurden auch mit Brot und Süssgebäck satt ;-)! Am nächsten Tag wanderten wir noch etwas durch die Stadt und sahen uns die zwei alten Brücken an. Ansonsten gibts da nicht viel.

Cali

So fuhren wir am Nachmittag weiter nach Cali. Diese Stadt ist eigentlich nicht sehenswert. Aber wir wollten hier auch nur hin, weil wir einen Freund besuchen wollten. Jaime haben wir letztes Jahr in Peru auf einem Trekk kennen gelernt und er lud uns ein, ihn zu besuchen. Wow, der lebt hier wunderschön!! Mit seiner 26jährigen Frau Claudia und dem einmonatigen Sohn Emilio in einer riesigen, wunderschönen Vierzimmerwohnung. Sie leben in einem Block, der zu einem Komplex von drei solchen Block gehört. Extreme Sicherheit, zwei Tiefgaragenparkplätze, eine Haushaltshilfe, das Montag bis Samstag den ganzen Tag den Haushalt macht, ein grosses Swimmingpool im Garten (das aber für den ganzen Komplex ist) mit Sauna. Wow, so einen Luxus könnte man sich prompt gewöhnen! Wir wurden richtig verwöhnt und genossen die Zeit mit ihnen sehr. Sie sind extrem nett und wir verstanden uns echt gut. Am ersten Tag nahm uns Jaime mit in einen Nationalpark, nahe Cali. Dort gibt es den Rio Pance, der Naherholungsgebiet für die Caleños ist. Wir fuhren ziemlich weit mit dem Auto, und wanderten dann ein Stück zu einem Wasserfall. Leider durfte man nicht baden. Aber dann führte uns Jaime noch ein weiteres Stück durch den Urwald nach oben, bis wir über dem Wasserfall waren. Hier war niemand, also genehmigten wir uns trotzdem ein erfrischendes Bad im kalten Fluss. Es war herrlich, still und wunderschön. Wir fanden sogar eine kleine Tarantel, eine giftige Schlange und beim zurück wandern entdeckten wir eine Spinne, wie wir sie noch nie gesehen haben. Rosche war extrem fasziniert und versuchte tausend Fotos zu machen, wobei nur zwei gelangen ;-)! Er Googelte meint, es sei eine sogenannte Stachelspinne aber fand keine gleiche im Netz. Seht das Foto an! Die nächsten Tage machten wir nicht viel, lagen meist am Pool, liessen uns feines Essen kochen oder kochten für sie Älplermagronen. Wir informierten uns auch über die Nationalpark-Insel Gorgona, im Pazifik. Sie muss wunderschön sein, aber teuer. Und deshalb liessen wir das aber bleiben. Stattdessen fuhren wir am Wochenende mit unseren zwei Gastgebern nach San Cipriano. Das ist ein kleines Dorf, das von schwarzen Leuten bewohnt wird und mitten im Dschungel ist. Das Highlight des Dorfes ist das ?Wie-Hinkommen". Es gibt keine Strasse, keinen Flughafen, die Strecke zur nächsten Strasse ist ziemlich weit,der Fluss kan nicht mit dem Schiff befahren werden und die Eisenbahnlinie wird nur selten von einem Güterzug befahren.... Nun also, wie kommt man hin? Die Leute dort haben ja keine Suva und sind sehr erfinderisch: Sie bauten ein Holzgefährt, das von einem Motorrad angetrieben wird und mit Kugellagern als Räder auf Schienen fährt. Die ersten fünf Minuten dachte ich, dass mein letztes Stündchen geschlagen hat. Aber es war echt lustig, so durch den Urwald zu düsen! Aber eben, unsere Suva wäre vor Schock umgefallen ;-)! Das Dorf selber ist klein und hat nicht viel zu bieten, ausser einem sehr klaren, schönen Fluss. Aber zum Glück hatten wir einen Ortskundigen dabei (also unser Freund Jaime), der uns eine Stunde durch den Urwald führte. Wir gingen durch Flüsse, durch Schlamm und stolperten über Wurzeln. Aber dafür erreichten wir am Schluss einen wunderschönen Wasserfall mit einem Wasserbecken zum Schwimmen und Plantschen. Das Wasser war angenehm kühl und eine wunderbare Erfrischung. Am Abend gingen wir essen und wurden zum dritten mal in Südamerika bestohlen. Es brach tatsächlich jemand in unser Hostalzimmer ein. Und das, obwohl uns die Besitzerin vorher noch beruhigt hat indem sie sagte, dass hier nie was passiere... Nun, wir hatten enormes Glück. Rosches siebter Sinn sagte ihm, alle unsere Wertsachen mit zu nehmen. So fanden die Diebe ausser meinem zwei Tage zuvor gekauften Fussketteli nichts. Nochmals Glück gehabt!!!! Die Nacht war höllisch. Denn es war Samstag und eine Disco gleich neben an hatte ein grosses Fest. Und da sie hier keine Lautstärke-Begrenzung haben, machen sie die Musik einfach so laut wie möglich... Und das bis vier Uhr morgens, und dann fingen die jungen Leute auch noch an zu streiten und zu schiessen. Und das gleich unter unserem Fenster... Tja, viel geschlafen haben wir die Nacht nicht. Aber der nächste Tag war dafür um so schöner. Die Sonne schien etwas, und wir mieteten grosse Autoreifen und liefen mit diesen etwas aufwärts. Unterwegs fanden wir wieder einen natürlichen Pool und genossen die Ruhe und das herrliche Wasser. Und dann liessen wir uns mit den Reifen den Fluss runter treiben. Es war zwar meist sehr langsam, und oft zu wenig tief, aber es war soooo friedlich, auf diesem Fluss mitten im Dschungel zu gleiten... Herrlich!! Am Nachmittag fuhren uns nach einer weiteren kriminellen Schienen-Töff-Fahrt Jaime und Claudia nach Buenaventura. Dies ist eine hässliche Hafenstadt, aber es ist der wichtigste Hafen Kolumbiens. Wir blieben aber nicht dort, sondern nahmen ein Schiff nach Juanchaco. Jaime und Claudia fuhren zurück, da für sie die Arbeit rief. Wir aber kamen dort in einem gemütlichen Pazifik-Dorf an und suchten uns ein bescheidenes Hostal. Die Leute waren sehr nett und relaxt. Die sitzen einfach so zusammen und spielen Domino, und das auch mitten am Tag! Keine Ahnung ob die auch was arbeiten. Wir blieben aber nur eine Nacht, und am nächsten Tag liessen wir uns von zwei Töfflis nach Ladrilleros fahren, von wo wir ca 30 Minuten alles an einem wunderschönen Strand entlang wandern konnten. Dies ist nur bei Ebbe möglich, sonst muss man einen längeren Weg nehmen. Und so erreichten wir das kleine Dörfchen La Barra. Dort ist Ruhe pur angesagt. Keine Turisten und ein Hängematten-Lager. Wären die Moskitos nicht; ein Traum!! Ein riesiger Strand, kleine Häuschen, Afrikanische Musik, freundliche Leute... Von einem von diesen liessen wir uns mit einem Einbaum durch Mangroven zu natürlichen Pools rudern. Die Pools waren Süsswasser, und waren inmitten des Urwalds. Und das mit nur fünf Minuten gehen, von den Mangroven in den Urwald! So schön! Am nächsten Tag gingen wir aber vom Paradies schon wieder zurück in die Stadt. Da wir bei Jaime einen Teil unseren Sachen lassen konnten, gingen wir auch wieder dahin zurück und genossen nochmals einen Tag am Pool. Am Abend dann stiessen wir mit einem Caipiroska schon mal auf meinen Geburi an. An meinem Geburi selber reisten wir dann nach Salento in der Kaffeezone. So war mein Geburtstag nicht gerade entspannend, aber eben. Am Abend fanden wir immerhin ein Restaurant, das mir einen herrlichen Vegiteller zubereitete. Mhhh!!!

Noch was ganz anderes. Stellt euch vor, in nur 10 Tagen sind wir schon wieder in der Schweiz. Wie schnell doch die Zeit verflog! Wir waren dann 19.5 Monate auf dem wunderbaren Kontinent! Aber wir freuen uns auch seeeeeehr, euch alle wieder zu sehen. Deshalb möchten wir am Samstag, 4. Juni ein kleines ?Hallo-wir-sind-dann-wieder-in-der-Schweiz"-Fest veranstalten. Nichts aufwändiges, da wir ja noch nicht wirklich eingerichtet sind, aber ihr seid alle herzlich willkommen in unserem neuen/alten Zuhause in Küssnacht, so gegen Abend, oder auch schon am Nachmittag, wies euch passt. Wir freuen uns euch zu sehen!!!!

 

From Martina on May 22nd, 2011

Hey ihr beide, es sind tolli Fotene! Rosché du hätsch mit dem Huet en perfekte Uftritt amene royale Hochziit ;-) Mangos, wahnsinnig so günstig. Bi üs isch ja fast eini so tüür... gnüssid das nu. Bi üs dihei sind Priise den wieder andersch! Mier isch nu was in Sinn cho; am 4.Juni isch nu hälferfäscht vo de Rassler, gange dete au. Aber vor oder nachher chumi den bi üch scho go inegügsle! Also ier zwe, ich verabschiede mich für en Wuche: Mier gönd hüt Richtig Basel und morn flüged mer uf Berlin! Yes, Kiss und dicki Umarmig M&I

From Crisundrosche on May 22nd, 2011

Hihi, ja tatsächlich, de Huet wür ja no passe ane Royal-Hochzig ;-)! Ja, schad wäg em 4. Es schiined no es paar Lüt ned chönne z cho. Aber das isch halt, wenn mr so churzfristig isch ;-). De Vorteil isch, dass mr so weniger münd vorbereite ;-)! Nei, wär schön wenn vor-oder nachär chämtsch go ineluege! Gnüssed Berlin, isch en cooli Stadt!! Kisses und bis gliiiiiiii

From sofra on May 27th, 2011

Hei, ei, ei !!! Wemmer dänkt, was ier i dene 19,5 Monät nid alles für herrlichs a Flora und Fauna gse hend i dem "America del Sur". Dank üchne gekonnte Fotoufnahme hend mier die Exote ;-))) au chönne bestune !!! Bald aber gsend au ier wieder, wie de Enzian blüet und Gämsi i de Schwiiizerfelse umechraxlid ;-) au nid schlächt, oder ? Bis ganz, ganz bald ier zwoi.

From Crisundrosche on May 29th, 2011

Ou, ja, und wie mier üs uf d Schwiizer Steiböck, Gämschis, Bärge, usw...freued!!! ;-) Dihei ischs doch immer am schönste, oder?!?!?! ;-) Au wenns herrlich gsi isch, die Ziit in Südamerika!!! Ja, bis scho ganz gliiiii! Liebi Grüessli

From sofra on May 30th, 2011

Jetz heissts au für üs Abschied nä vom Travel Blog :-(((Uechi Pricht und vielne tolle Bilder us America del Sur wärdid üs i Zuekunft fähle. Aber isch ja klar, dass die Reis nid ewig cha ga. Also mier hend's gnosse, au wenn's nur dehei am Bildschirm gsi isch und wünschid üch ganz e churzwieligi (zum Träume hend ier ja gnueg),gueti Heireis id Schwiiz !!! Gracias, adios Cris und Rosche

From crisundrosche on May 31st, 2011

nei, nüt währt ewig... ei blog gids aber no, de tümer ez de grad no ufsetze. und sicher gahd scho gli wieder öpper länger wäg wo interessanti bricht lieferet. Und ja, üsi nächst reis isch scho in planig ;-)!!!