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Cuenca und Banhos

Written on: Wednesday May 4th, 2011

A journal entry from: America del Sur

Cuenca

Nach fast vier Wochen Galapagos, verschlugs uns wieder in die Berge. Na gut, so direkt auch wieder nicht. Zuerst statteten wir der berühmten Flusspromenade Malecon 2000 einen Besuch ab. Das ist der sicherste Stadtteil von Guayaquil und auch echt schön gemacht. Aber mehr haben wir auch nicht gesehen von der grössten Stadt Ecuadors.

Von 20 Metern unter dem Meeresspiegel fuhren wir also sozusagen direkt auf 2500 Meter über dem Meer, nämlich nach Cuenca. Hier hat es uns zuerst einmal fast den Atem verschlagen vor Kälte. Von 30 Grad auf 15 in nur gerade vier Stunden Busfahrt, brrrr!!! Aber wir haben ein tolles Hostal (El Monasterio)gefunden, das im 6. Stock eines Hauses ist, und man dadurch eine absolut tolle Aussicht auf die Stadt hat! Das Bett war zwar etwa so bequem wie das des Bruder Klaus (Rosche meinte zwar, wir hätten wenigstens ein weiches Kissen!), aber sonst sehr toll und mit netten Leuten.

Cuenca ist die dritt grösste Stadt Ecuadors und gilt als die Schönste. Das können wir zwar nicht bestätigen, da wir nicht alles gesehen haben, aber es hat uns wirklich sehr gefallen. Es ist ein härziges Städtchen, allerdings nicht mit soooo vielen Möglichkeiten. Wir haben nicht viel unternommen, da es auch fast immer regnete. Wir haben uns aber die riesige Kathedrale angeschaut, die aber von innen eher enttäuschend ist wenn man das Äussere gesehen hat. Dann konnten auch wir den tollen Panamahüten aus Stroh nicht widerstehen....(Ich erkläre jetzt nicht, warum die Panamahüte nicht aus Panama kommen, sondern aus Cuenca, aber Interessierte dürfen gern nach fragen oder es im Internet nach lesen ;-D). Die liegen nun tief vergraben im Rucksack, in einem Schachtelchen, das erst zu Hause wieder geöffnet werden darf... Und dann, als wir so durch die Strassen strolchten, hielt plötzlich ein Töff neben uns. Zuerst verstanden wir gar nichts, bis wir merkten, dass wir vor unserem Guide standen, der uns auf den Galapagos auf dem Schiff so gut geführt hatte! Lustig, wie klein die Welt ist! Wir haben uns mit ihm verabredet, um am Abend in einer Bar ein Bierchen zu trinken. (Caipi für drei Dollar!!!). Das haben wir dann auch gemacht, haben am Sonntag allerdings dann etwas gelitten...

Am Sonntag Morgen fuhren wir in ein anderes Dorf auf den Markt und assen tonnenweise billige, sooooo feine Früchte. (übrigens haben wir hier die ?richtige", frische Litschi entdeckt. Die heisst hier ganz anders, hat eine richtig rote Schale mit Haaren dran und man bringt die Frucht fast nicht vom Stein weg. Aber sie schmeckt genau gleich, hmmmm!!!). Am Nachmittag hatten wir die Möglichkeit, mit einer Ecuadorianischen Familie auf den Aussichtspunkt Turi zu fahren. Sie hatten das Auto dabei, und es regnete ausnahmsweise mal nicht. So genossen wir die Aussicht und bekamen gleich die Einladung, am Montag mit ihnen Richtung Quito zu fahren. Da wir nach Baños wollten, das fast auf der Strecke liegt, sagten wir gerne zu. Sie waren auch noch wunderbare Reiseführer, erklärten uns viel und wir besichtigten noch die älteste Kirche Ecuadors (1534). So war es eine lustige, unterhaltsame Fahrt, und wir konnten auch unser Spanisch wieder etwas ölen.

Baños

In Baños angekommen, fanden wir zum Glück gleich in dem Hostal, das uns empfohlen wurde, ein Zimmer. Kaum dort, hat es schon wieder zu regnen begonnen;-(. Auch am nächsten Morgen regnete es, also blieben wir einfach im Hostalzimmer. Glücklicherweise lockerte sich die Wolkendecke gegen Mittag etwas, und wir konnten unsere Umgebung per pedes etwas erkunden. Wir wanderten bis zum Casa de Arbol hoch, wo man tolle Aussicht auf den aktiven Vulkan Tungurahua HÄTTE. Ja, hätte, wenn es nicht dauernd bewölkt wäre. Naja, aber jedenfalls haben wir unsere Beine seit Langem wieder mal bewegt, was wir am nächsten Tag beide merkten ;-)! Beim runter gehen mussten wir nämlich ziemlich vorwärts machen, da es bald dunkel wurde. Trotzdem erhaschten wir noch kurz einen Blick in eines der besten Wellness-Hotels in Ecuador, das von einem Schweizer mit einer Ecuadorianerin geführt wird. Wow, ja, da muss man sich überlegen, ob man in den Flitterwochen zuerst nach Baños und dann auf die Galapagosinseln, oder umgekehrt will;-)! Der Anstrengung entsprechend verbrachten wir dann den nächsten Tag in einem der zwei Thermalbäder. Es war sehr super schön, entspannend und angenehm, da es nicht sooo viele Leute hatte wie im viel bekannteren Bad in der Stadt selber. Und dann fanden wir plötzlich, dass wir irgendwie doch gerne nochmals einen hohen Berg besteigen wollen. Es handelt sich um den fast 6300Meter hohen Chimborazo. Wenn man dort oben steht, steht man am weitesten weg vom Erdmittelpunkt und am nächsten zur Sonne. Ja, sogar höher als der Mount Everest! Das liegt da dran, dass die Erde eine (Rotations-) Ellipse und keine Kugel ist, und dieser Berg fast auf dem Äquator liegt. Tja, das wäre doch auch mal ein Rekord. Aber leider mussten/wollten wir aufgrund der Wetterverhältnisse unser Vorhaben vergessen. Aber wir kommen zurück!!!!

Am nächsten Tag gingen wir los, um von der anderen Seite des Tals eventuell einen Blick auf den Vulkan zu erhaschen. Und da es bewölkt war, nahmen wir keine Sonnencreme mit... Grosser Fehler! Es riss auf, und wir konnten sogar einen Blick auf den fast freien Vulkan werfen, der tollerweise gerade in dem Moment eine riesige Aschenwolke ausstiess! Den Krater selber bekamen wir aber leider nie zu Gesicht. Am Abend entspannten wir uns nochmals in einem Thermalbad, diesmal im Virgenbad. Da Osterwoche war (Semana Santa, und die ja extrem gefeiert wird, und nicht Ostern selber, und Baños ein bekannter Wallfahrtsort ist für diese Tage) hatte es extrem viele Leute, und man musste sich regelrecht einen Platz erkämpfen. Ein Bad war so heiss, dass ich es nicht schaffte rein zu gehen! Rosche hat es jedoch genossen. Ein Bad war angenehm heiss, und eins eiskalt, zum Abkühlen. Und der letzte Tag in Baños stand noch unter dem Thema Action and Fun. So gingen wir morgens mit zum Canyoning (was hauptsächlich aus Abseilen von Wasserfällen bestand) und am Nachmittag zum Riverraften. Und wer hätte das gedacht: Es hat uns beiden extrem Spass gemacht vor allem weil der Fluss viel Wasser hatte und extrem schnell war. Leider waren beide Ausflüge nur sehr kurz, aber bei dem Preis kann man ja auch nichts sagen. Vorallem das Raften war echt spassig, hätte das gar nicht gedacht ;-)! Das Adrenalin floss auf jeden Fall zur Genüge! Und dann hiess es auch schon wieder Abschied nehmen von dem gemütlichen Ort und weiter reisen. Denn auf Ostermontag ist ein landesweiter Streik angesagt, mit Strassensperrren. So mussten wir am Samstag nach Quito fahren. Hier gingen wir auf einen Abstecher zum Flughafen, da uns unsere Tauchschule auf den Galapagos versprach, uns eine DVD mit einem coolen Video dorthin zu schicken. Tja, leider war da nicht so Verlass auf unsere Amigos. Und am Abend fuhren wir mit einem ganz normalen Bus in 12 Stunden an die Küste, nach Puerto Lopez. Die Nacht war höllisch, da immer wieder Leute ein- und ausstiegen, immer wieder Licht anging, laut Filme liefen fast die ganze Nacht oder aber Musik. Zudem hatte Rosche noch Durchfall erwischt und kämpfte sich aber trotzdem mit Kohletabletten durch. Aber dafür sind wir nun wieder an der Wärme und geniessen die Ostertage am Strand.

 

From Cristina und RoschE on May 4th, 2011

Ihr dürft gerne nochmals einen Kommentar abgeben, schliesslich habt ihr nicht mehr so oft Gelegenheit! Und wir versprechen, auch zu antworten!!!!! ;-).

From Andrea on May 5th, 2011

Also guet :-) Das sind im Fall kei Lichis. Die heissid andersch und gits mängisch au bi üs zchaufe. Bestimmt, sinds hie aber eher suur wie süess. S'internet seid, si heissid Rambutan und ghörid zude gliiche Pflanzegruppe wie Lichis. :-) lg und bis glii :-)

From Crisundrosche on May 6th, 2011

Hihi, jaja, natuerli heisseds ned Litschi, aber hie saegds ne au ned Rambutan, no irgend en andere Name. Aber sind mega suess und schmoecked glich wie Litschi! Danke fuer dini Nachforschig ;-)!