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Galapagos zum 2ten

Written on: Wednesday April 13th, 2011

A journal entry from: America del Sur

Am nächsten Tag ging es frühmorgens mit dem Schnellboot zur Insel Isabela. Dies ist die grösste aller Insenl. Das Dorf Villamil ist aber klein und übersichtlich. Die Strassen sind nicht asphaltiert und es hat überall Palmen. Welcome to Paradise! Sofort packten wir unsere Schnochel-Sachen und erkundeten ein natürliches Becken, das sich Concha de Perla nennt. Dort kann man mit Pinguinen (wenn man ihnen nach schwimmen kann!!!), Seelöwen, Wasserleguanen, Wasserschildkröten und mit etwas Glück auch mit Rochen schwimmen. Am Nachmittag trfen wir unsern Guide, mit welchem wir einen eher langweiligen Ausflug zu einer sehr nahe gelegenen Lagune machten, wo wir drei Flamingos sahen, und anschliessend gingen wir auf einen Aussichtspunkt am Strand, wo wir Leguane betrachteten. Naja, nichts umwerfendes. Am nächsten Tag gings auf den Vulkan Sierra Negra. Dieser Krater ist der zweit grösste der Welt mit zwischen 9 und 10 Kilometer Durchmesser und einem Umfang von 30 Kilometern. (Der Grösste befinde sich übrigens in Afrika.) Es ist ziemlich beeindruckend, vorallem sieht man noch die Lava der letzten Erruption, welche erst wenige Jahre her ist. Dann wanderten wir noch zum Volcan Chico, welcher ein sogenannter Parasitenvulkan ist. Hier sieht man eindrücklich die verschiedenen Alter der Lava. Je neuer desto schwarzer und desto weniger Pflanzen. Tiere bekamen wir auf diesem Auflug leider praktisch keine zu sehen. Nur wenige Schmetterlinge, Vögel und Eidechsen.

Am Nachmittag gings zu einem Auflug auf die vorgelagerten kleinen Inseln. Dort sollte man viele "Tintoreras" (Weissspitz-Riff-Haie) sehen, welche den Inseln auch den Namen geben. Leider hatten wir nicht so viel Glück. Doch beim anschliessenden Schnorcheln zeigte uns unser Guia, wo die Haie schlafen, nämlich in Höhlen. Dort lockten wir sie dann auch hervor! Diese Haie sind absolut friedlich, man muss also keine Angst haben ;-)! Diesen Tag liessen wir in einer Bar ausklingen, wo wir uns mit vier anderen Schweizern trafen.

Da wir auf keinen Fall auf einer Insel das Tauchen verpassen wollten, gingn wir am nächsten Tag mit zur Isla Tortuga, wo wir mit einem Schweizer und einem Deutschen tauchten. Die Tauchgänge selber waren toll, vor allem der zweite. Da sahen wir Hammerhaie und vorallem einen Manta-Rochen. Das sind die riesigen Dinger, die bis zu zehn Meter gross werden können. Unsere war klein, nur so um die drei bis vier Meter. Aber trotzdem eindrücklich! Der erste Tauchgang war witzig, weil uns ein Seelöwe praktisch die ganze Zeit über begleitete. Irgendwie wollte er spielen, oder uns beeindrucken. Er drehte und wendete sich vor uns, vollführte Pirouetten. Zudem begegnete uns ein Fischschwarm, wie wir ihn noch nie gesehen hatten. Das müssen tausende, oder sogar Millionen desselben Fisches gewesen sein. Nur kleine, aber es war Wahnsinn. Wir schwammen in den Schwarm hinein, und es wird echt dunkel um einen herum! Zum Glück war der Schwarm am Boden, so hatte man eine Referenz. Ansonsten kann man sich in einem solchen Fischschwarm verirren! Leider überzeugte uns die Tauchschule ganz und gar nicht. Es ist die einzige auf der Insel, so hatten wir gar keine Auswahl. Aber es war übel, das Material nicht gut, vieles musste ausgetauscht werden, alles lies Luft raus und der Divemaster erklärte uns gar nichts, es hiess dann einfach plötzlich, so, jetzt gehen wir. Er zeigte uns nichts und war am Schluss nur stolz, dass wir eine ganze Stunde unter Wasser waren. Das gab auch den Ausschlag, dass wir am nächsten Tag nicht mehr tauchen gingen, sondern einen Schnorchel-Ausflug buchten. Dieser führte uns zu einem Platz namens "Los tuneles", der nur mit dem Schiff erreichbar ist. Es gibt dort wunderschöne Lavagebilde mit vielen Tunnels. Deshalb auch der Name. Das Wasser war klar und wir sahen wunderschöne Wasserschildkröten, aber nur von oben. Denn Schnorcheln war an einem anderen Ort angesagt. Dort war die Sicht leider nicht so toll. Aber unser Guia (das ist der Nachteil an diesen Inseln: Man kann praktisch nichts alleine unternehmen, immer braucht man einen Guia) wusste wiederum sehr genau, wo die Haie sich versteckten und zeigte uns sogar zwei Seepferdchen! Rosche konnte nicht genug Fotos kriegen. Er wagte sich sogar in die Höhle der Haie hinein! Aber keine Angst, er lebt immer noch, und hat noch alle Hände und Füsse dran;-)! Ja, und dann verabschiedeten wir uns schon wieder von dieser Insel, und fuhren zurück nach Puerto Ayora, wo wir einige Stunden Zeit hatten, bevor das nächste Schnellboot zur nächsten Insel (San Cristobal) fuhr. Die Stadt Puerto Paquerizo ist die Hauptstadt der Inseln. Unser Hauptziel hier war natürlich Tauchen. So befanden wir uns schon am nächsten Tag auf einem Boot, welches uns zuerst zum Schnorchelplatz Isla Lobos brachte, dann zum Tauchplatz (und für die Schnorchler natürlich Schnorchelplatz) Leon Dormido oder Kickers Rock. Dies ist wohl der berühmteste Platz, für uns aber eine Enttäuschung. Es war extrem schlechte Sicht, und wir sahen zwar beim ersten Tauchgang Hammer- und Galapagoshaie, Schildkröten und Rochen. Aber der ganze Tauchgang war komisch. Irgendwie waren wir plötzlich von 9 Leuten nur noch zu viert unter Wasser. Beim zweiten Tauchgang sahen wir gar nichts mehr und mussten auch alle schon nach relativ kurzer Zeit hoch gehen.

Der nächste Tag gingen wir gemächlich an. Wir mieteten Schnorchel-Zeugs und begaben uns zur Bucht ?Tijeretas". Dort spielten wir lange mit einem Seelöwen im Wasser! Das sind echt unglaubliche Erlebnisse.

Einen Tag wollten wir auch mal etwas ausser den Stränden der Insel sehen. Wir mieteten ein Taxi, das uns zuerst zum Vulkansee El Junco brachte. Leider war das Wetter ziemlich bewölkt. Trotzdem sieht man viel von der Insel von dort oben. Es ist der höchste Punkt der Insel, mit 650 Metern über Meer. Dann schauten wir uns nochmals die riesigen Schildkröten an Land an, stiegen kurz zu einem Aussichtspunkt hoch und liessen uns dann zum Strand Puerto Chino fahren. Dort wartete der Chauffeur zwei Stunden, und wir gingen Schnorcheln. Wir entdeckten einige Golden-Rochen, ansonsten aber nicht viel. Zudem plagten uns hier tausende von Bremen. So waren wir froh, wieder ins Taxi fliehen zu können, auch wenn es ein wunderschöner Strand ist. Als letzter Stopp liessen wir uns zu der sogenannten Loberia fahren. Das ist ein Strand, wo früher eine riesige Seelöwenkolonie war. Heute liegen nur noch ein paar rum. Die meisten befinden sich in der Stadt selber! Da leben wirklich Mensch und Seelöwe zusammen. Es ist immer wieder herrlich, diese Tiere zu beobachten. Ja, und dann wollten wir noch einen Tag nochmals Tauchen gehen, zu einem Wrack. Leider vermieste uns starker Regen den ganzen Tag. Nach einem unfreiwilligen Ruhetag gingen wir nochmals mit zum gleichen Felsen tauchen, zum berühmten Leon Dormido. Diese Tauchgänge waren um einiges besser, die Sicht super und es kamen uns ein paar Hammerhaie ziemlich nahe! Der letzte Tag auf San Cristobal verbrachten wir ebenfalls nochmals schnorchelnd und tauchend. Das heisst, wir wollten Tauchen. Aber irgendwie schien alles schief zu gehen und wir mussten alles absagen, als wir schon auf dem Boot waren. Tja, so kanns mal gehen. So fuhren wir am Montag wieder zurück nach Santa Cruz, wo wir nochmals zwei Tauchtage buchten. Wir gingen den ersten Tag wieder mal nach North Seymour. Die Tauchgänge waren nicht speziell, wir sahen nur ein paar Rochen. Aber der letzte Tauchtag ist doch noch erwähnenswert. Und nicht weil wir speziell viel gesehen haben, sondern weil wir beim ersten Tauchgang so starke Strömung hatte wie in einem reissenden Fluss. Rosche hätte fast seine Taucherbrille verloren und ich wollte am Anfang einfach nur wieder hoch. Wir mussten uns dauernd an den Felsen halten, und das war unglaublich streng. So viel dieser Tauchgang auch sehr kurz aus, und gesehen habe wir nicht viel. Ausser dass wir in riesigen Fischschwärmen drin waren, und es die Tiere allgemein überhaupt nicht zu stören scheint, dass die Strömung so stark ist! Auf jeden Fall wechselten wir dann den Platz, wo es schön ruhig war. Dort schwammen wir mal mit sicher 40 Golden-Rochen! Tolltoll!!! Und ganz am Schluss, schon beim Aufsteigen, sahen wir noch vier Malbula-Rochen. Das sind die kleinen Schwestern der Manta-Rochen. Die die immer in die Luft springen. Das war auch ein schönes Erlebnis. Aber nun heisst es nach fast vier Wochen Galapagos, Abschied nehmen. Aber es ist auch okay so, da es die letzte Woche fast nur noch geregnet hat. Morgen fliegen wir wieder zurück nach Guayaquil, von wo unsere letzte Etappe beginnt. Wir haben noch ca 6.5 Wochen Zeit, um nach Bogota zu reisen, wo unsere langen Ferien dann ein Ende nehmen werden....

 

From Mirco on Apr 14th, 2011

... ach, Islas Galapagos ... wie schön isches det xi :-) wett gad au ufen Tauchgang mitcho!

From Cris roschE on May 4th, 2011

Danke Mirco