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Buenos Aires und Tigre

Written on: Sunday March 6th, 2011

A journal entry from: America del Sur

Wir hatten also eine sehr angenehme Fahrt nach Buenos Aires, mit Klimaanlage und bequemen Sitzen. So würde ja auch fliegen Spass machen ;-)! So kamen wir bei leichtem Regen in dieser riiiiiiiesigen Stadt an und versuchten uns sogleich im Busfahren. Ist viel spannender als einfach ein Taxi nemen;-). Wir fanden unser Hotel, das uns von anderen Reisenden empfohlen wurde, auf.

Anhieb und bekamen ein sehr schönes Zimmer mit Balkon!! Der allerdings nur auf die Strasse ging... Auf jeden Fall hiess es nun die Stadt zu erkunden, schauen wie wir nach Iquazu kommen können und wie wir unseren Plan, zu den Galapagos Inslen zu gehen, verwirklichen können. So stürmten wir verschiedene Reisebüros und merkten schnell, dass es nach Iquazu viel zu teuer ist mit dem Flugzeug, und dass es ebenfalls nach Ecuador sehr teuer ist zum Fliegen. Die Flüge in Europa sind tatsächlich um einiges günstiger! Oder sogar von der Schweiz in die USA zu fliegen ist billiger! Nun, wir haben dann sogar mal in Betracht gezogen, von Buenos Aires in den Norden mit dem Bus zu reisen. Nur, diese Reise hätte so um die drei bis vier Tage betragen.... Und das alles im gleichen Bus und die bequemen Sitze werden praktisch nicht angeboten. Also haben wir unsere Pläne geändert, und das sieht nun so: Mit dem bequemen Bus nach Iquazu, retour ebenfalls mit dem Bus nach Buenos Aires, ein paar Stunden später mit dem Flugzeug nach Lima, dort in den Bus einsteigen und nach Trujillo fahren. Dort möchten wir USDA nochmals einen Besuch abstatten, schauen wie es mit der neuen Schule vorwärts geht und den Leuten hallo sagen. Dann rauf nach Ecuador, einen Flug nach Galapagos organisieren, und die Inseln geniessen. Dann, je nach Zeit und Lust, noch Ecuador bereisen, nochmals über die Grenze in den Norden nach Kolumbien, von wo wir dann, man staune, in die Schweiz fliegen werden!!!! Also, soooo lang gehts nicht mehr, und die Schweiz hat uns wieder. Soviel zu unseren Plänen.

Nun aber noch etwas zu unserer Städtereis. Eigentlich sind wir ja nicht so Grossstadtfans. Deshalb ist es merkwürdig, dass wir trotzdem jede Hauptstadt auf unserer Reise besuchten.... ausser Lima, die Hauptstadt des Landes, in welchem wir uns am längsten aufhielten! Auf jeden Fall fanden wir Buenos Aires ganz ok. Es gibt extrem viel Grünflächen, Parks, wo es gratis saubere Toiletten gibt, wo man Liegestühle mieten kann, wo die Leute sich sonnen und es sogar eine Dusche gibt! Denn um eine Stadt zu besichtigen war es eigentlich viel zu heiss. So knapp 30 Grad und das zwischen den Mauern.... Aber macht nichts, wir genossen die Hitze, denn wir hatten lange genug kalt vorher! Auch fanden wir, die Stadt sei nicht so verkehrsreich, da es mitten durch die Stadt 13spurige (alle in die gleiche Richtung!) Strassen gibt. Und wenn nicht 13spurig, dann wenigstens vierspurig:-)! Dieser Eindruck änderte sich jedoch von einem Tag zum anderen, als die Ferien fertig waren! Unglaublich, was das ausmachen kann!

Einen Tag verbrachten wir mit Zahnarztbesuch, da Rosche eine Füllung erneuern musste. Wow, eine Konsultation ist teurer als in der Schweiz! Am Sonntag war Markt, der viel Artesania verkaufte, und wir uns ziemlich zurück halten mussten, um nicht wieder so viel zu kaufen wie schon in vorhergehenden Ländern... Am Montag Abend besuchten wir einen Tangokurs. Tango ist hier allgägenwärtig und man kommt fast nicht darum herum;-). Den Tipp, diesen Tangokurz dort zu besuchen bekamen wir von anderen Schweizerinnen und ebenfalls von Deutschen. Naja, wir beschlossen nach diesem Kurs, doch eher bei Salsa zu bleiben ;-). Der Tanz ist unglaublich schwer, auf jeden Fall für uns. Nach dem Kurs konnten wir die Einheimischen beim Tanzen beobachten. Es ist also wirklich auch massenfähig, dieser Tango! Ausser für Leute wie mich, wo einfach nicht auf 10cm Absätzen gehen kann... Aber ansonsten waren da ganz normale Leute, die einfach Freude am Tanzen haben. Das war sehr schön zu sehen. Später kam eine Live-Tango-Band namesn El Afronte. Zwar nicht die Musik, die wir jetzt immer hören möchten, aber die spielten wirklich toll. Und noch etwas später (Rosche schlief schon fast ein), tanzte noch ein profesionelles Pärchen. Es war wirklich ein schöner Abend. Am Diestag trafen wir Tanja und Ruben, die einen Monat in Argentinien weilten. Sie kamen zwar nicht wegen uns, aber es war trotzdem toll, wieder zwei Freunde aus der Schweiz zu treffen. Wir verbrachten zwei Tage gemeinsam und Rosche kam so endlich zu seinem guten argentinischen Fleisch. Ansonsten assen wir eher vegetarisch. Denn wir bekamen von den zwei Amis, die uns den Tipp fürs Hotel gaben, auch den Tipp für dieses Vegirestaurant namens Spring. Das ist ein asiatisches All you can eat Restaurant, oder eben Tenedor libre. Wow war das fein. Für 10 Schweizerfranken konnte man unglaublich viel Salat, Gemüse, asiatische Gerichte, Tofusachen, Dessert, Glace und Früchte haben.

Den Friedhof haben wir noch besucht. Irgendwie gibt es schon komische Leute. Die bauen sich tatsächlich halbe Paläste für ihre Särge. Unter anderem ist dort auch die berühmte Evita "begraben". Allerdings kennen wir diese Geschichte nicht. Wir müssen uns da vielleicht mal schlau machen im Internet. Am Mittwoch Abend flogen Tanja und Ruben wieder zurück, und haben uns netterweise alle unsere Trekkingsachen in die Schweiz mitgenommen. Nomal tuuusig Dank!!! Am Donnerstag nahmen wir an einem Ausflug ins Tigre Delta teil. Dieses Delta ist eins der fünf grössten Deltas der Welt, jedoch das einzige, das in einem Fluss und nicht im Meer endet. Dort kann man mit dem Schiff durch x tausend Kanäle fahren, und es gibt viele Inseln, die bewohnt sind, und die man nur per Schiff erreichen kann. Wir trafen unsere Gastgeber auf einer dieser Inseln, wo sie uns ihr Haus zeigten, und wir ein mega feines Zmorge bekamen. Es gab da Brote wie Zopf, Kernenbrot, und ein Oliven-Pecannüsse-dunkles-Bier Brot. Ja genau, der Gastgeber ist ein schweizer Koch, der mit einer Argentinierin verheiratet ist! Netterweise halfen uns die zwei mit unserem Flug nach Lima, da wir irgendwie nicht bezahlen konnten. Aber mit ihrer Hilfe klappte dann schlussendlich doch noch die Reservation. Anschliessend fuhren wir mit ihrem kleinen Segelboot (aber wir fuhren mit Motor) noch tiefer in diese Kanäle, dorthin, wo es nur noch wenig Häuser gibt, und viel Natur, viele Vögel und Fische – abseits von jedem Touristenstrom. Irgendwo mitten im Nichts hielten wir wieder an und Ralph bereitete uns ein köstliches Essen zu, während wir die ziemlich grossen Fische fütterten. Es gab ein wahnsinnig reichhaltiges, feines Mittagessen mit Empanadas, Kürbiswähe, Gemüsedip (mit Bambus!), Käse, Melone, Salat, Rösti und Fleisch vom Grill. Zum Dessert gab es Pannacotta. Wir assen wie die Könige. Dann fuhren wir weiter und erhielten immer wieder interessante Informationen. Wieder bei Ralph und Ana zu Hause angekommen gab es hausgemachte Glace: Mate (das ist der typisch argentinische Tee) und Ingwer. Sehr speziell! Dazu einen Gugelhopf und die Matetasse ging umher. Mate ist ein Tee, mit dem man die ganze Tasse füllt, heisses, aber nicht zu heisses Wasser hinzu gibt, und dann trinkt man mit einem speziellen Trinkhalm, der ein Sieb unten hat. Die Tasse ist ebenfalls speziell und besteht meist aus Kürbis oder Holz. Metall oder Glas ist nicht so toll, da diese Materialien den Geschmack des Tees nicht annehmen. Das Trinken von Mate ist ein Ritual unter Freunden, denn alle trinken aus derselben Tasse mit demselben Strohhalm. Und immer eine Person füllt die Tasse auf, gibt sie der ersten Person links von sich, dieser gibt die Tasse zurück wenn er fertig ist, und die gleiche Person füllt den Becher wieder auf und gibt ihn der nächsten Person usw. Es gibt da viele verschiedene Formen und Regeln, was man genau sagen muss oder dass man zum Beispiel die Tasse nur mit einer Hand halten darf, dass der Strohhlam nicht angefasst wird, etc. Eine halbe Wissenschaft. Und Geschmackssache, denn es ist ziemlich bitter. Man kann zwar Zucker zufügen, aber das ist nicht mehr original und ist unter den Argentiniern eigentlich verpönt. Die Argentinier trinken imme rund überall Mate. Sei es in der U-Bahn, im Bus, beim Anstehen in einer Schlange, auf einer Bank im Park, immer haben sie ihre Termoskanne dabei. Auch bei 40 Grad Hitze! Wir können diesen Ausflug wirklich empfehlen. (www.delta-unplugged.com.ar) Wir haben diesen Tag in vollen Zügen genossen und konnten richtig ausspannen.

 

From Prof Rana on Mar 8th, 2011

Viel Spass weiterhin bei eurer Reise und geht unbedingt ein Spiel von den Boca Juniors schauen! Grüessli

From crisrosche on Mar 8th, 2011

hei prof! Naja, weisst du, für zwei absolute Nicht-Fussball-Fans ist das nicht so wichtig... ;-) Zudem sind wir schon wieder in Trujillo, dort wo unsere Reise begann!!! Und wir werden unsere letzten Monate noch in vollen Zügen geniessen, glaube uns!! ;-) Euch einen schönen Frühling in der Schweiz! Glg

From sofra on Mar 9th, 2011

Was, jetz schu wieder z' Trujillo ! Meini nid sooo "Fan" gsi vo Argentinie ;-))) öpps ächt a dem viele Fleisch gläge isch ??? oder am Mate Tee ;-))) Hasta luego muchachos