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Trekking in Bariloche und Bus ade

Written on: Saturday December 18th, 2010

A journal entry from: America del Sur


Nach unserem Ausflug nach Santiago wollten wir eigentlich gleich los, da uns nicht mehr so viel Zeit blieb, bis wir Andrea und Andi treffen wollten. Wir machten mit ihnen in Bariloche, Argentinien ab, da es dort einen schoenen Nationalpark geben soll. Tja, Rosche liess nur den Motor des Buessli an und hoerte gleich, dass etwas nicht stimmt. So kam es, dass er doch nochmals einen Tag am Motor rumschrauben musste. Ich schaute mir in der Zwischenzeit Valpariso an. Das ist die Stadt mit den vielen Acensores, also so ne Art Lifte, die einen ohne Anstrengung auf die Zahlreichen Huegel bringen. Dummerweise haben sie da gerade gestreikt. Trotzdem fand ich zwei Lifte, die mir eine schoene Aussicht auf Stadt und Hafen bescherten. Dann wollten wir am naechsten Tag noch unsere Gasflasche auffuellen lassen. Dies ging nicht, weil es eine Bolivianische war, und sie kein ISO-Guetesiegel hatte! So versauten wir nochmals einen Tag mit nichts machen und warten. Und dann beschlossen wir, einfach loszufahren, halt mit fast kein Gas mehr in der Falsche. Wir fuhren bis spaet in die Nacht hineien, schliefen irgendwo im Nichts kurz ein paar Stunden, und fuhren weiter. Wir waren schon relativ nahe von Osorno und so beschlossen wir, so lange zu fahren, bis wir kurz vor der Stadt waren. Von dort, so war unser Plan, wollenten wir dann am naechsten Tag den oeffentlichen Bus nach Bariloche nehmen. Nun, wie die meisten von euch schon wissen, wurde unser Plan total durcheinander geworfen, indem der Motor schon wieder kaputt ging. Wir waren in einer kleinen Steigung und päng, es ging gar nichts mehr. Wir mussten das Auto zurueck rollen lassen an einen kleinen Platz, damit es nicht mitten auf der Strasse stand. Wir standen also an den Strassenrand und versuchten jemanden zu finden, der uns abschleppt. Nach langem vergelichen Warten kam zufaelligerweise die Strassenhilfe gefahren. Die durften uns zwar nicht ofiziell abschleppen, machten es aber trotzdem,wenigsten bis zur naechsten Zahlstelle. Dort mussten wir zwangsläufig bleiben ueber Nacht, da es weit und breit nichts hatte und es schon Abend geworden war. Die Leute waren sehr nett, haben uns ihre Dusche angeboten und versuchten alles, um uns zu helfen. Fuer uns war aber zu dem Zeitpunkt klar, dass wir nicht mehr investieren wollten und den Bus irgendwie loswerden mussten. Aber zuallererst hatten wir ja noch mit Andrea und Andi abgemacht! Also los, schnell unsere Trekkingsachen zusammen packen, an den Strassenrand stehen und Daumen raus... Es nahm uns eine nette Familie mit, die uns an den naechsten kleinen Ort brachte. Dort fanden wir einen Bus, der uns nach Los Angeles brachte. Von dort wieder in den naechsten Bus nach Osorno. Leider fuhr gerade kein Bus weiter nach Bariloche, so mussten wir halt ein Hostal nehmen und am naechsten Tag weiter fahren. So kamen wir am Sonntag Nachmittag endlich, endlich in Bariloche an. Von diesem Staetdchen sagt man, dass es die Schweiz von Argentinien ist. Es gibt dort feine Schoggi, viele Seen, Waelder, Berge, man kann im Winter Ski fahren, es ist aehnlich teuer und das Wetter stimmt auch ueberein;-)! Wir feierten unser Wiedersehen in einem – schliesslich waren wir ja in Argentinien! - Fleischrestaurant. Zum Glueck gab es auch ein tolles Salatbuffet;-)! Anderntags wurden wir von unserem Hostal-Besitzer zu unserem Ausgangspunkt fuer den Trekk chauffiert. Es war herrliches Wetter und wir schwitzten ziemlich beim Aufstieg. Aber wir genossen es und kamen dann nach nur ca vier Stunden wandern bei der Hütte an. Nein, natürlich schliefen wir nicht in der Hütte, sondern im Zelt. Wir haben aus gewichtstechnischen Gründen auf ein Zelt beschränkt und Rosche schlief im Vorzelt, so wie wir das auch schon mit Igor und Mirco gemacht haben. Es war ja auch Igor und Martinas Zelt, das wir dabei hatten;-)! Leider verlief die erste Nacht alles andere als gemütlich, es stürmte, windete, regnete und schneite. Es war kalt und wir haben alle praktisch kein Auge zugetan. Zum Glück durften wir in der Hütte essen, so hatten wir wenigstens ein windloses Frühstück (wie auch schon das Nachtessen am Abend vorher!). Bald zogen wir los, bei strahlend blauem Himmel! Unglaublich, wie schnell das ändern kann. Gleich zu Beginn gings durch den Schnee, einige Höhenmeter bergauf über einen Pass. Auf der anderen Seite gings steil durch Geröll nach unten. Dann durch ein Tal, das teils sehr schlammig war, und dann wieder bergauf. Und wieder soll der Aufstieg durch Schnee gehen. Dummerweise hatte es viele verschiedene Spuren und wir waren nicht sicher, welche nun die richtige sein würde. Andis Iphone hat uns dann weitergeholfen und wir kamen durch viele Windböen gehend endlich nach oben. Und wieder steiler Abstieg... Aber wir sahen schon unser nächstes Ziel, die Hütte! Wir dachten, ah, nur noch schnell runter, über den Fluss und voila! Ja denkste! Wir wateten noch durch viel Schlamm um irgendwo eine Flussüberquerungsstelle zu finden, doch stellte sich dies als sehr schwierig raus! Wir gaben auf, zogen unsere Schuhe aus und wateten durch eiskaltes Wasser... Zum Glück fanden wir dann schnell ein windgeschütztes Plätzchen für unser Zelt und begaben uns schnell in die Hütte, um warmen Tee zu trinken. Denn das Wetter war schon längst nicht mehr so schön wie am Morgen! Nach einer angenehm ruhigen Nacht wollten Andrea und ich unbedingt noch zur Lagune, die nicht weit entfernt lag. Leider war sie noch fast ganz zugefroren. Naja, schön wars trotzdem. Und als wir zurück kamen, waren unsere zwei männlichen Helden tatsächlich noch nicht fertig mit zusammen räumen!! Naja, wir verzeihen ihnen, denn es war ja Rosches Geburi, und so hat er es vorgezogen zu schwatzen, und dazu braucht es ja immer zwei;-)! Irgend wann waren wir dann trotzdem fertig und begannen unser Abstieg zum See. Eigentlich wollten wir ja noch über einen anderen Pass steigen, doch man sagte uns, der Weg sei noch zu und es sei auch alles sehr schlammig. Deshalb gingen wir halt wieder abwärts. Es wurde dann ein "Kilometerablaufen", denn wir gingen sicher 25 Kilometer. Ich war schon hundemüde, ich merkte auch die Anstrengung des vorhergehenden Tages, was die anderen logischerweise auch zu spüren bekamen...;-)! Aber da mein Schatz ja Geburi hatte, zog ich trotzdem los, um Torte und Wein zu besorgen. Womit wir dann seinen Geburi doch noch gebührend feierten. Wir bekamen dann von der Hauswartin sogar noch tolle Hütchen;-)! Wir waren übrigens in der Colonia Suiza gelandet. Ein ganz kleines Dorf, mit Campbingplatz und vielen Touristen. Und dieser Campingplatz hatte eine Küche, Speisesaal, warme Dusche und Fernsehzimmer, das wir alles benützen durften. Und da es schon wieder heftig windete, beschlossen wir im Fernsehzimmer zu übernachten! Am anderen Morgen wollten wir eigentlich noch etwas spazieren gehen, doch es regnete in Strömen. So nahmen wir halt mittasgs den Bus zurück nach Bariloche. Dort kochte uns Andi zum Abschluss ein super feines Znacht und wir bekamen vom Besitzer irgend welchen Schnapps...! Und ach ja, wir hausten dieses mal in einem Viererzimmer, das relativ gross war. Aber nur so lange, bis wir das Zelt aufgestellt hatten, mitten im Zimmer! Leider wurde es in der vorhergehenden Nacht ziemlich nass!

Der nächste Tag war schon wieder unser letzter gemeinsamer, die Zeit vergeht einfach zu schnell! So fuhren wir gemeinsam wieder zurück nach Osorno, wo wir mit Fabian, Liliane's Cousin abgemacht hatten. Er besorgte netterweise die Tickets für Andrea und Andi, damit sie bequem nach Santiago reisen konnten. Wir gingen noch gemeinsam essen und mussten uns dann leider verabschieden.

Rosche und ich hatten mit Fabian vereinbart, dass wir am folgenden Tag mit seiner Familie Essen gehen werden. So lernten wir seine Frau Myriam, eine Ecuatorianerin und ihren Sohn Julian kennen. Der Kleine ist zwei Jährig, versteht Spanisch und Mundart, spricht aber nur Spansich. Ausser Rosche bringt ihm gerade wieder ein deutsches Wort bei;-)! Wir hatten einen gemütlichen Nachmittag am See und sogar bei Sonnenschein. Denn Sonne ist hier in dieser Gegend leider sehr rar. Am Abend wurden wir dann eingeladen, bei ihnen zu übernachten. Das Angebot nahmen wir gerne an! So kamen wir in ein wunderschönes Haus am Stadtrand! Hier verbrachten wir auch den Sonntag, an dem wir den Geburi von Julian feierten. Mit einer Grillade!!! Hmm, war das fein, wieder einmal so richtig grillieren! Am Montag hiess dann, endlich dem Problem Bus in die Augen zu schauen. So gingen wir auf die chilenische MFK, wo sie uns sagten, wir hätten nur zwei Möglichkeiten: Bus ausführen aus dem Land oder aber bei der MFK abgeben... Das bedeutete, wir mussten das Auto abschleppen lassen zur nächsten MFK. Die war ca 110Km entfernt von wo der Bus stand. Also los, nochmals in den Norden, zum Auto. Vergeblich versuchten wir jemanden zu finden, der/die uns gratis abgeschleppt hätte. Also hiess es nochmals Geld hinblättern um einen Abschleppdienst zu organisieren. Der brachte uns dann am nächsten Tag dort hin und nach zwei Stunden Papierkrieg war das Auto erstaundlich schnell weg. Endlich!!!! Es fiel uns eine mega Last vom Herzen, auch wenn wir viel investert hatten uns wirklich gerne damit gereist wären. Aber so sind wir nun wieder "frei". Wieder zurück in Osorno durften wir netterweise nochmals bei Fabian, Myriam und Julian unterkommen und wir kochten wieder mal unsere Leibspeise: Älplermagronen!!! ;-) Ja, und sobald Rosche seine rausgefallene Zahnfüllung wieder drin hat, gehts endlich, endlich richtung Patagonien.... Ab in den Süden ;-)!

Und das war dann auch der letzte Blog für dieses Jahr... Deshalb wünschen wir euch damit ein wunderschönes, besinnliches, fröhliches Weihanchtsfest und dann einen feuchtfröhlichen Rutsch ins neue Jahr! Vergesst uns nicht, denn im 2011 werdet ihr uns sicher wieder zu Gesicht bekommen;-)!!!! Alles Liebe und bis im nächsten Jahr. Cristina und RoschÉ.

 

From profesor rana on Dec 20th, 2010

Hola amigos, schön habt ihr es gut und geniesst das schöne Südamerika "jetzt" in vollen Zügen. Ich glaube, dass mit dem Bus verkaufen, war eure beste Entscheidung! Euch auch wunderschöne Festtage und bis bald im Jahre 2011:) LG

From faebel on Dec 20th, 2010

jetzt ist die Zeit auseinanderfliegenden Motoren vorbei!! Geniesst Eure Zeit und auch euch ganz frohe Festtage und einen guten Rutsch in das Jahr in welchem wir euch wieder sehen!!;-)

From Andrea on Dec 21st, 2010

tolli Föteli :-) und es isch suuuuper gsi *tolltolltoll* :-) Hender no öppis bicho füre Bus, oder isch sAbschleppe öppe glich tüür gsi, wie de Schrottpriis? knuddel

From Mirco on Jan 1st, 2011

Les deseo un próspero y sano año nuevo!!!