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1 Johr verbii

Written on: Thursday October 14th, 2010

A journal entry from: America del Sur

 

Un año en America del Sur

Schon ist es ein Jahr her, dass wir die schöne Schweiz verlassen haben! Die Zeit vergeht wie im Flug, wir haben gar nicht das Gefühl schon so lange weg zu sein! Hm, und ja unsere Eindrücke von Südamerika nach einem ganzen Jahr?!? Sehr gegensätzlich: gross und trotzdem klein (man trifft doch immer wieder die gleichen Leute, oder sogar Küssnachter;-D), hohe Berge – Strand, Urwald – Steppen-, Salz-, Stein- und Sandwüsten, Kälte – Hitze, Schnee – saftige Wiesen, sehr freundliche Leute – griessgrämige Südamerikaner, Heimweh – Zuhause fühlen, Glück – Pech, Touristenorte – verlassene Gegenden, unendliche Weiten – enge Täler, anstrengende Trekkings - relaxen am Beach, extreme Armut - unglaublicher Reichtum, verlorene Schätze – gefunden Schätze, faszinierende Tierwelt - bizarre Pflanzenwelt, unendlich viele verschiedene Kulturgüter aus der Inka und Präinkazeit, Pünktlichkeit – Unzuverlässigkeit, Gastfreundschaft – Abweisung, Freundschaften, stinkende Baños, auf die Strasse pinkelnde Leute, Dankbarkeit – Unverständnis, feine exotische Früchte/Jugos, gutes lokales Essen – schlechte Pizzen, Durchfall – strotzende Gesundheit, tolle Souvenirs – Ramsch, riesige geschäftige Märkte – moderne Supermärkte, durchgelegene Betten - superbequeme Matratzen, billige leckere Guetzli – schreckliche Gelatina, Städte – bizarre Landschaften, Verzicht – Überfluss, asphaltierte Strassen – holprige Pisten, Badekleider – Winterjacken und lange Unterhosen, traditionelle farbige Kleider – kopierte copyright Marken, tausende von farbig-fröhlich-lauten Festen, Tradition – Moderne, viele Telefonate/Emails in die Heimat, liebe Besuche aus der Schweiz – neue Freunde,........................

 

Salar de Uyuni 

In wenigen Stunden im Bus erreichten wir Uyuni. Ja genau, dort waren wir schon mal, und es hat uns da überhaupt nicht gefallen... Aber es ist nun mal der beste Ausgangspunkt, um in die grösste Salzwüste der Welt zu gelangen. So buchten wir schnellst möglich eine Tour, die uns in vier Tagen an die Grenze zu Chile brachte. Es waren 4 seeeehr kalte Tage und Nächte, aber wie sagt man so schön auf Spanisch: Vale la pena!!!! Ja, es hat sich echt gelohnt. Wir sind am ersten Tag den Zugfriedhof anschauen gegangen (Wer den Blog von Mirco und Raña noch im Kopf hat, wird das was nun kommt langweilen.... denn alle machen die gleiche Tour!). Thömi war höchst fasziniert und konnte kaum aufhören Fotos zu schiessen ;-). Schon schräg, die lassen ihre alten Züge einfach so in der Pampa verkommen. Schon bald gings weiter in das Dorf Colchani, wo das Salz der Salar bearbeitet wird. Sie bauen Häuser mit dem Salz, machen Souvenirs und Speisesalz daraus. Natürlich musste ein Kilo Salar-Salz gekauft werden; in der Hoffnung, dies dann später im Bus verspeisen zu können... Übrigens waren wir die ersten zwei Tage mit zwei netten Irländern unterwegs. Leider gings ihm am ersten Tag sehr schlecht, und sie hatten gar keine Lust, lustige Fotos zu schiessen. Dafür hatten wir drei unseren Spass (siehe Fotos). Wir fuhren also am ersten Tag in die Salzwüste hinein und fuhren, mit vielen Fotostopps, in den Norden, wo wir am Fuss eines Vulkans übernachteten. Am nächsten Morgen konnten wir praktisch ausschlafen, nämlich gabs erst um halb 9 Frühstück. Nachher schlenderten wir noch etwas Richtung Vulkan, damit wir einige Aussichtsfotos auf die Salar schiessen konnten. Auch versuchten wir einige Flamingos vor die Linse zu kriegen, aber die wollten das anscheinend nicht... Aber zum Glück werden wir in den folgenden Tagen noch viele Flamingos zu Gesicht bekommen ;-). Nach dem Mittagessen fuhren wir wieder auf die weisse Fläche hinaus. Die Landschaft erscheint unreal, wir fühlen uns wie nicht auf der Erde! Und als wir auf der Isla del Pescado (Fischinsel, weil sie anscheinend die Form eines Fisches haben soll. Sehr touristisch.) ankamen, dachten wir schon, es könne nichts mehr die Surrealität der Landschaft toppen. Es ist unglaublich was die Natur hier geschaffen hat! Wir konnten nur staunen und viiiiiiiiiiile Fotos schiessen ;-). Auch staunten wir nicht schlecht, als da stand, dass die Kakteen 900 Jahre alt sein sollen... Leider nahm die Tour nach diesen imposanten Eindrücken eine ?schlechte" Wendung. Denn die zwei Irländer verliessen uns und wir bekamen 4 neue Leute zu unserer Gruppe. Nun sind wir sieben. Aber die Agentur hat uns versprochen, dass da höchstens sechs Leute rein gehen. Die Cheeeps sind auch nur für 6 Leute gemacht. Und wir hatten alle unser ganzes Gepäck dabei, da wir alle nach Chile weiterreisten. Es gab lange und heftige Diskussionen. Es ging so weit, dass der Fahrer fand, es könne zwar sein, dass in unserem Land der Kunde König sei, aber hier sei das nicht so. Er sei der Boss und damit fertig. Nun, wir (wir drei Schweizer, zwei deutsche Frauen und ein holländisches Pärchen) beschlossen dann halt zu siebt zu fahren. Wir fühlten uns zwar verarscht, aber die Zeit lief allen davon... Der Fahrer war dann zwar nicht mehr so freundlich, aber was solls. Übrigens hat er kein Wort Englisch gesprochen. So mussten Rosche, die Holländerin und ich jeweils übersetzen ;-)! Da die Zeit mit unseren Diskussionen recht weit fortgeschritten war, gings in rasantem Tempo (und das bei diesen schlechten Staubstrassen und mit viel Übergewicht) wieder von der Salar runter Richtung Süden. Dort schliefen wir in einer sehr einfachen Unterkunft und von der versprochenen Dusche war weit und breit nichts zu sehen. Ach doch, den Durchlauferhitzer war vorhanden, aber wo ist nur die Gasflasche? Und erst das fliessende Wasser??? ;-) Der dritte Tag war ebenfalls unglaublich surreal. Man hat das Gefühl Fatamorganas zu sehen und fühlt sich wie in einem Bild von Salvador Dalí. Obwohl die gleichnamige Wüste erst am nächsten Tag besucht wird! Wir kamen vorbei an farbigen Lagunen mit tausenden von Flamingos (die sich anscheinend an die menschlichen Fotografen gewöhnt sind), unendlichen Weiten aus Staub, Dreck, Steinen, umgeben von farbigen Vulkanen. Die meisten inaktiv. Nur bei einem sahen wir ein kleines Wölkchen, welches der Vulkan ausspuckte. Die Vulkane sahen aus wie die Sanduhren aus farbigem Sand. Und mitten drin immer mal wieder Vicuñas (eine Art Lama, aber viel zierlicher) und Lamas. Wir fragen uns, von was die Tiere wohl leben? Auch die andine Art der Chinchillas, die wir ja auch in Peru schon zu Gesicht bekamen, hüpfte auf den Felsen rum. Die dritte und zum Glück letzte Nacht verbrachten wir bei der Laguna Colorada. Und sie ist wirklich farbig. Weiss von irgend einem Mineral, Rot von einer speziellen Art Algen, blau vom Himmel, rosa von den Flamingos,... Wahnsinn. Wir sassen eine Weile einfach schweigend etwas erhöht am Ufer und liessen das Naturwunder auf uns wirken. Am letzten Morgen hiess es morgens früh um 5 Uhr aus den Federn, was sehr viel Überwindung kostete, da die Temperaturen unter Null betrugen. Etwas wärmer wurde es bei dem Geysir-Feld Sol de Mañana, welches in der frühen Morgensonne wieder einen unwirklichen Eindruck erweckte. Wahnsinn, die blubbernden Schlammlöcher; mal weiss, mal braun, mal gelb (und ja, es stank grässlich nach Schwefel :-D), mal nur zischender Dampf. Staun staun. Kurz darauf durften wir unsere kalten Glieder in einem ca 38 Grad warmen Thermalbad ausstrecken. Es kostet zwar zuerst ziemlich Überwindung, bei Minustemperaturen die Kleider auszuziehen. Aber dafür wars nachher um so herrlicher, als die Füsse begannen zu kribbeln und aufzutauen! Thömi wollte sich dies nicht ?antun" und so fungierte er als Fotografen. Denn es sah schon lustig aus: Wir in den Badesachen und die draussen mit Winterjacken, Kappen, Schal und Handschuhen. Dann wurde unser Fahrer leider ungeduldig, da er Angst hatte, dass wir an der Grenze den Bus nicht mehr erreichen könnten, der uns nach Chile bringen wird. So gab es nur noch ganz kurze Fotostopps bei der oben schon erwähnten ?Desierto de Salvador Dalí" und bei der Laguna Verde. Für mich sah sie zwar eher blau als grün aus, aber es war wohl so türkisfarbenes Wasser. Die Farbe kommt vom Kupfer, das die Lagune beherbergt. Wunderschön wieder mal. Und damit endete unsere surreale Tour und wir waren froh, mit einem angenehmen chilenischen Bus auf einer asphaltierten Strasse an die Wärme zu kommen.Die Grenzformalitäten waren ungewohnt genau und umständlich. Das sind wir uns so gar nicht gewohnt von Südamerika! Wir mussten echt noch schnell unsere Mandarinen und Karotten vor der Grenze aufessen... Ja, und dann waren wir in dem berühmten Ort San Pedro de Atacama. Wir haben schon viel davon gehört, dass es zwar noch schön sei, aber sehr teuer und die Touren die man machen könne seien wie die in Bolivien. So beschlossen wir gleich weiter zu gehen, nämlich nach Calama. Ironischerweise war die Stadt wahrscheinlich noch teurer als San Pedro ;-). Aber wir waren halt da und die Fussgängerzone war ganz hübsch. Aber als wir die Preise hörten verschlug es uns zuerst mal die Sprache. Wir bezahlten für eine Nacht im Hotel pro Person 20 Dollar. Und das ohne privates Bad und mit einem schrecklichen Zmorge. Und ein Jugo kostete da 2 Franken. Zum Vergleich: In Bolivien haben wir für unser tolles Zimmer mit eigenem Bad und Frühstücksbuffet 10 Dollar pro Person bezahlt. Und ein Jugo kostet in Bolivien 50 Rappen. Aber an diese Preise werden wir uns wohl gewöhnen müssen ;-)! Und schon hiess es wieder Abschied nehmen von einem Besuch. Rosche und ich mussten Thömi schon am Abend vor seinem Abflug verlassen, da wir leider keinen Tagbus finden konnten. So hat er uns verabschiedet, nicht umgekehrt. An dieser Stelle ein herzliches Danke an Thomas für den Besuch und für die vielen Sachen, die du für uns hin und her geschleppt hast! Wir werden die Schoggi und den Käse meeeeeeeeeeeeeeega geniessen :-)) Und so sind Rosche und ich nun auf dem Weg wieder einmal nach.... genau, La Paz!! Ach, wie wir die Stadt lieben ;-)

Heute waren wir nun also beim Mechaniker um nach Mady zu schauen. Und ach, dieses Südamerika. Er hat zwei Wochen einfach überhaupt nichts gearbeitet!!!! Wir haben doch gehofft, morgen La Paz verlassen zu können. Aber das wird nun wohl gar nichts. :-(. Er hätte eben keine Ersatzteile kaufen können, da wir ihm kein Geld da gelassen haben. Aber er hat uns rein gar nichts gesagt, als wir ihm das Auto brachten! Und Rosche hat extra nochmals telefoniert vor einer Woche. Jetzt müssen wir nochmals eine Woche warten. Wir werden jedoch in der Zwischenzeit zwei oder drei Tage etwas in tiefere Lagen gehen, um etwas warmes Wetter zu haben.

 

 

 

From Mirjam on Oct 15th, 2010

Hesch wirklich ned z vill versproche vo dene Bilder... Mega schön!! (und d Distanzbilder sind witzig)

From sofra on Oct 21st, 2010

Ja genau hüt voreme Jahr ischs losgange und schient keis Aendi me z'nä. Nu e ganz, ganz schöni Reis!!! muchachos

From cris on Oct 22nd, 2010

naja, um gnau z sii, am 15. ischs es jahr gsi... und es wird scho es ändi näh ;-) aber nonig grad hüt und morn!!

From sofra on Oct 23rd, 2010

Oh sorry! ich ha gmeint ier heigid am 21. afa schaffe ;_((( Aber isch ja glich, bi sonere laaaange Zyt chunts uf ei Wuche au nüm drufa. Stimmts?

From cris on Oct 23rd, 2010

ja, hend ja rächt, uf ei wuche meh oder weniger chunnts wirkli ned drufab ;-) s isch nur für us druf ab cho, will mier am 15. natürli hend müsse astosse!! ;-))

From felix on Oct 31st, 2010

wow... echt wunderschöne fotos die ihr wieder gemacht habt. wie schauts aus habts schon an neuen motor für mady gefunden????? lg aus österreich