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VW-Bus Teil 2

Written on: Sunday September 12th, 2010

A journal entry from: America del Sur

Ja, also, wir haben also den VW-Camper gekauft. Aber nicht wie alle normalen Leute, die ein Auto kaufen. Normalerweise bekommt man das Auto frisch ab Mfk, geputzt und ausgeraeumt. So nicht wir. Es herrschte schreckliches Chaos, es war alles dreckig, verstaubt, und natuerlich lief das Auto nicht richtig gut. So haben wir also ein Auto gekauft... Nun, das ist wieder mal typisch fuer uns. So hiess es zuerst einmal alles raus raeumen, putzen, waschen, aussortieren. Man merkte, dass sich die alten Besitzer nicht mehr so viel Muehe gaben mit ihrem Gefaehrt, da sie ja sowieso verkaufen wollten. Also begannen wir das Buessli nach unserem Geschmack einzurichten. Wir machten auch den Boden neu, da das Holz ziemlich Feuchtigkeit gekommen hat. Zudem sind Teile des Bodens ganz durch gerostet, und wir, also Rosche, flickte diese mit Metal und Silikon. Wir versuchten so gut wie moeglich alle Loecher zu stopfen, was noch recht tueckisch ist. Aber wir wollen so wenig Staub wie nur irgend moeglich drin haben. Hier werden die Sachen nur schon staubig vom Anschauen ;-). So arbeiteten wir einige Tage am Bus, kauften viele neue Sachen, wie zb neue Vorhaenge, Teppich, "Sitzueberzuege", einen Gaskocher (keine Ahnung wie unsere Vorgaenger 2 Jahre ohne Gaskocher leben konnten!!) und warfen - neben vielen anderen Sachen - den Kuehlschrank raus, der sowieso schon seit zwei Jahren nicht mehr lief. So gewinnen wir viel Platz fuer den Gaskocher und die riesige Gasflasche, wie auch fuer Essen.

Als wir nur noch Bus, Bus, Bus im Kopf hatten, kam die Idee, die Todesstsrecke (Camino de los muertos) mit dem Bike runter zu duesen, gerade recht. Die Eltern der Vorbesitzerin des Buses waren gerade noch hier wie auch die zwei Oesterreicher, die wir in Uyuni kennen gelernt hatten. So schlossen wir uns zusammen und konnten in einer eigenen Gruppe das Abenteuer in Angriff nehemen. So konnten wir unseren Kopf etwas auslueften. Leider war das Wetter ziemlich schlecht, und wir sahen die steilen Abhaenge nur bei den seltenen Auflockerungen der Wolken. Trotzdem war es lustig, vorallem weil wir ja alle kannten, und durch den Dreck ergaben sich auch lustige Fotos ;-). Die Guias haben leider kein Gen fuer gute Fotos, aber wir haben zwei oder drei doch noch gut hin gekriegt. So gefaehrlich wars aber auch gar nicht, die Strasse ist immer breit, und sogar ich, als absolute Null im Biken, kam ohne grosse Probleme runter. Vielleicht nicht so schnell wie die Jungs, welchen ich nicht immer zuschauen konnte ;-)).

Nun, nach dem Tag "Pause" gings wieder an den Bus, wobei jedoch nun der Motor und das Getriebe im Vordergrund stand, beziehungsweise immer noch steht. So gehts immer wieder hoch zum Markt in El Alto. Wow, so einen grossen Markt habe ich noch nie in meinem Leben gesehen. Man kann an einem Tag nicht durch den ganzen Markt laufen, das ist einfach unmoeglich. Aber wenn man weiss wo was ist, mehr oder weniger, dann findet man vielleicht das eine oder andere. Leider ists mit VW-Teilen etwas schwieriger, weil hier nur Toyota rumfahren... Aber den Schrott, den man hier noch kaufen kann, ist eindruecklich! Aber es gibt auch neue, schoene Sachen, und vorallem gibt es feiiiiiiiine Wurstsandwiches, gaell Rosche!?!?! Aber keine Angst, auch ich muss dort oben nicht verhungern, es gibt immer was leckeres ohne Fleisch. Nicht zuletzt die tausend Fruchtsaft- und -salat-Staende.

Gestern haben wir den Bus nun zu einem Schweizer-VW-Mechaniker gebracht. Rosche arbeitet dort jedoch selber, bekommt aber gute Tipps und hat das richtige Werkzeug. Er hat richtig Spass am Ganzen, was man von mir nicht gerade behaupten kann. Ich habe langsam die Nase voll vom Arbeiten, Zeugs besorgen, Papierkram regeln, einkaufen, usw. Apropos Papierkram, wir waren da in einem Notariat, wo wir fuer ca 10 Franken ein gut aussehendes Papier bekamen, dass wir, also Rosche, berechtigt ist, mit dem Auto zu fahren und es aus Bolivien auszufuehren. So waren unsere Aengste, dass wir da noch viel bezahlen muessen, beiseite und wir waren ueberrasch, wie leicht es doch ging! Wir hoerten ganz andere Sachen... Sind aber froh, das alles geregelt ist. Wie wir dann ins naechste Land einreisen, verraten wir nicht ;-).

Morgen gehts nochmals auf den Markt, da Sonntags sowieso sonst Tote Hose ist in La Paz und Rosche eh warten muss bis Montag, bis der ausgebaute Motor zur Werkstatt kann um die Gewinde der Zuendkerzen neu zu machen. Wir hoffen, dass es nur noch ein paar Tage geht, bis wir dann endlich in die grosse weite Welt losduesen koennen. Ab morgen werden wir schon mal im Bus wohnen, immerhin...

 

From sofra on Sep 22nd, 2010

Hola ! guet sind ier mitem Bike de "Camino de los muertos" abegsuuuuset (mit Brämse ;-) bi dem VW Büssli wär's mer de schu chli "GSCHMUCH" worde, so wäge heisse Brämse und so ohni Motor ;-))) ier hends üch ja schu ganz, ganz kuschälig gmacht i dem gälbe Biendli :-D ghört mer wäge dem so gar nüüüüme vo üch ? Lönd wieder emal öppis vo üch ghöre,wenn ier de nümme am umepastle sind ;-))) muchos saludos e hasta luego