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Arequipa

Written on: Tuesday August 17th, 2010

A journal entry from: America del Sur

Arequipa ist die zweitgroesste Stadt Perus und wurde von uns nur besucht, um von dort in den Colca Cañon zu gelangen. Der Colca Cañon behauptet von sich, der tiefste der Welt zu sein, sogar tiefer als der Grand Canyon der USA. An der tiefsten Stelle soll er sich 3800 Meter gerade herunter "stuerzen". Nun, in unserem Reisefuerer steht aber, dass der Cotahuasi Cañon, etwas weiter entfernt von Arequipa, der tiefste sei. Wie auch immer, die Peruaner habe eh immer etwas Muehe mit genauen Hoehenangaben, man weiss nie so genau, auf welcher Hoehe man nun wirklich ist ;-)! Auf jeden Fall ist der Colca Cañon sehr bekannt und auch beruehmt fuer seine Condore. So beschlossen wir trozt Touristenmassen, einen Trekk in den Cañon zu buchen. Man koennte auch alleine gehen, aber wir waren zu faul, alles selber zu organisieren... ;-). Damit wir aber den riiiiiiesigen Touristenstroemen entkommen konnten, entschieden wir uns fuer den 4-taegigen Trekk, der eine andere Route begeht, fast nicht angeboten wird und etwas mehr kostet. 

Morgens frueh um drei Uhr muessen wir bereit stehen, hiess es. Da wir ja Schweizer sind, (und uns zwar schon an die peruanische Puenktlichkeit gewoehnt haben, aber wir wollten ja nicht, dass der Bus, der uns abholen kommt, auf uns warten muss) waren wir um kurz nach drei ready to leave. Da der Bus sich Zeit laesst, nutzen wir dieselbe und schreiben Emails. Um fuenf vor vier suchen wir die Telefonnummer des Chefs der Agentur. Nur tranquilo, sie kommen schon, heisst es nur. Wir haetten diese Stunde lieber geschlafen. Doch mit einstuendiger Verspaetung (ist nur so schlimm, weils mitten in der Nacht ist) kommt dann doch noch unser Buesli. Wir fahren stundenlang, so kommts einem auf jeden Fall vor, bis wir dann um ca halb neun Uhr beim Cruz del Condor ankommen. Das ist ein Aussichtspunkt auf den Cañon und man kann dort morgens Condore sehen. Wir haben diesbezueglich Glueck, es drehen sicher zehn Kondore ueber unseren Koepfen ihre Runden. Herrlich, wie diese riesigen Voegel (Spannbreite bis zu vier Metern!!) ruhig und ohne einen einzigen Fluegelschlag in der Luft gleiten. Weniger herrlich ist unser Fruehstueck (das inklusive ist): Ein Broetchen mit Avocado und einen Tee. Super, wir sind schon seit halb drei Uhr morgens auf, also 6 Stunden, und sollen dann nach einem einzigen Broetchen satt sein. Gut sind wir immer geruestet fuer solche "Notfaelle"... ;-). Weiter gehts zum Dorf Cabaconde (3287m), wo wir dann dafuer schon um 11 Uhr Mittagessen bekommen. Dann gehts endlich los, nachdem wir wiederum auf unseren Guía warten mussten. Unsere Gruppe besteht aus uns zwei und einer Franzoesin, die allerdings schon seit 13 Jahren in Suedamerika lebt. So sind das wieder vier Spanisch-intensive Tage fuer uns. Wir steigen an diesem Tag alles ab bis zum Fluss, wobei unsere Fuesse und Knie schon etwas leiden. Dafuer sehen wir nochmals zwei Kondore, die gerade aus ihren Hoehlen kommen. Unser Guide meint, es waeren zwei Junge, die fliegen lernen. Tja, sie koennen uns alles erzaehlen, wir glaubens einfach ;-).  Unten am Fluss koennen wir einen Geysir bestaunen, der allerdings nur etwas sprudelt und vorallem Rauch entlaedt. Dann gehts nochmals ein wenig hoch, geradeaus, bis wir nach Llahuar (2130m), einer eigens fuer Touris eingerichtete Lodge, gelangen. Hier hat es ein Thermalbad im Freien und wir geniessen die zwei Stunden bis es Nachtessen gibt im warmen Wasser. Am naechsten Tag geht es wieder bergauf und in ein Seitental des Cañons. Unsere Begleiterin hat etwas Muehe und wir muessen extrem langsam laufen, was fuer uns fast wieder eine Qual ist. Ganz am Schluss bekommen wir gnaedigerweise die Erlaubnis, schneller zu gehen und der Guía kriecht mit der Fanzoesin langsamer. Die Hitze ist extrem und macht einem schon zu schaffen, vorallem wenns bergauf geht. Nun, nach langsamen vier Stunden kommen wir im 2750m hohen Lare an. Dort koennen wir relaxen, essen zu Mittag und brechen noch auf (allerdings ohne Franzoesin), um den 1.5 Stunden entfernten Wasserfall zu besuchen. Er soll anscheinend spezielle Energien haben. Nun, leider kommen wir nie bis zum Wasserfall, da uns ein dummer Zwischenfall davon abhaelt: Naemlich handelt unsere Kamera wieder mal (nicht lachen, liebe Freunde!) auf eigene Faust und liegt nun in den Abgruenden des Colca Cañons. Rosche versucht sie noch zu retten, findet sie jedoch nicht und macht sich nur die Hosen kaputt dabei. Die Fotos, die wir euch trotzdem zeigen koennen, verdanken wir der Franzoesin, die fleissig Fotos schoss.

Am naechsten Morgen stehen wir frueh auf, um wie abgemacht um 6 Uhr fruehstuecken zu koennen. Es ist eisig kalt, aber es ist weder ein Feuer um zu kochen noch unser Guía zu sehen. Wir warten also wieder einmal, und das wieder auf Kosten unseres Schlafes. Um sieben Uhr ist immer noch niemand hier. Wir sind schon halbe Eiskloetze und wickeln uns in Wolldecken ein. Um viertel nach 7 kommt strahlend unser Guía, und fragt ob es uns gut gehe... Als wir ihn darauf aufmerksam machen, dass wir seit 6 Uhr am warten sind, sagt er nur kurz sorry und sagt, um halb 8 gaebe es Fruehstueck... Peruaner!!!! Wenigstens gibt es nun einen feinen Fruchtsalat mit Yogurt und einen Pancake. Heute gehen wir praktisch nur gerade aus, die Aussicht ist phantastisch und die Sonne brennt. Kein Wunder ist da nur Wueste! Wir kommen an runden Inkaterrassen vorabei und steigen wieder ab bis zum Fluss und einer Oase namens Sangalle auf ca 2000m. Auch diese ist nur fuer Touris eingerichtet. Es gibt unendlich viele Lodges, die aber mit Swimmingpools und Palmen wunderschoen gestaltet sind. Wir geniessen dort ein feines Mittagessen und haben den ganzen Nachmittag Zeit zum Relaxen und Baden. Leider geht halt in einem Cañon die Sonne schon frueh unter, so dass wir um halb vier Uhr schon im Schatten sitzen. Am naechsten Morgen gehts wieder sehr frueh los. Diesmal lassen wir uns vom Guía wecken, damit er sicher auch auf ist ;-). Denn um halb fuenf gibts fuer uns schon Fruehstueck (die anderen Gruppen essen nichts...) und um fuenf Uhr beginnt der Aufstieg wieder nach Cabanaconde mit etwa 100 anderen Touris...(Die Oase ist der einzige Ort, wo wir auf viele andere Touristen treffen. Sonst sind wir immer ziemlich alleine) Wir sind super froh, etwas gegessen zu haben, der der Aufstieg beansprucht doch ca 3 Stunden. Wir sind froh, frueh aufgebrochen zu sein, denn so entgehen wir der Sonnenhizte. Ihr seht, rein wandertechnisch war der Trekk lange nicht so anstrengend wie andere, dafuer sind die Bilder doch sehr eindruecklich und immer mal wieder einen Condor zu sehen. Das letzte Mittagessen ist ein Paradies: Ein Buffet mit 1000 verschiedenen Gemuesen, Suppen, Teigware, Reis, Kartoffeln, Fleisch- und Fischgerichten und Dessert. Wir schlagen uns den Bauch so richtig voll ;-)!

Wieder in Arequipa angekommen, war unser urspruenglicher Plan, ein Hostal am Busterminal zu nehmen, um dann am anderen Morgen frueh zurueck nach Puno zu fahren. WAR: Da wir aber gerne wieder Fotos machen koennen und auch die Fotos von der Franzoesin wollen, bleibt uns nichts anderes uebrig, als noch in der Stadt zu bleiben. Bloede nur, dass jetzt gerade Ferien sind und die Hostals voll von Studenten sind... Naja, wir finden doch noch ein Bett und schlafen erst mal aus. Nun heisst es auf in die Shoppingcenters von Arequipa! Rosche gibt sich alle Muehe und findet dann, nach langem "Sich-Informieren", eine die ihm passt. Natuerlich muss diese sofort ausprobiert werden. Wo geht das besser als auf einem Aussichtsturm?! Schaut die Fotos an! so, nun aber zurueck nach Puno und dann Bolivien!!

 

From sofra on Aug 17th, 2010

"Wauw" frei wie ein Condor ! Das sind au ihr zwoi ;-) Es isch ja egal, öb vier Stund langsam oder schnell sind.... vier Stund sind vier Stund und ihr hend doch Zyyyyyt oder ??? lento, lento, lento ;-))) muchos saludos

From Cris on Aug 18th, 2010

Ou ja, mier hend ziit... Bis s gäld usgahd;-)) klar, vier stund sind vier stund, nur chönnted mier scho no es bitzli meh laufe pro tag... Das chömer de sicher mit andrea und andi;-)))) de muessi de luege dassi nachemag;-D

From sofra on Aug 19th, 2010

Ja,ja Cris; die zwoi gönd de wie de "Blitz" so wie mier schu ghört hend ;-))) Aber au ier chönd laufe und hend sogar d'Höchi schu im Blued ;-) Ganz e chliene, chliene Vorteil und wie sägid ier doch amig. Mier sind es Team und s'mues für Alli stimme !!! Gniessid die Zyyyt (öb langsam oder schnell ;-)zäme. Schöni, schöni, Ferie

From cris on Aug 21st, 2010

naja, dass mier d hoechi im bluet hend nuetzt ues denn z patagonie leider nuet ;-)! und d andrea isch maengisch chli egoistisch i settige sache, gaell andrea!?!? ;-) Aber ier hend raecht, es muess fuer alli stimme, suesch muess mr en anderi loesig sueche. danke danke, mier gnuessed uesi ferie nach wie vor!!!

From sofra on Aug 23rd, 2010

Ja det unde isch sicher nüme mit Höchi im Blued ;-))) ha nid gwüsst, dass die erscht im Noväber chömid. De hend ier ja nu viel, viel Zyyyt. Saludos