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Von der Wueste Icas Richtung Machu Picchu

Written on: Saturday July 24th, 2010

A journal entry from: America del Sur

Nach einer eher unbequemen Nacht im Bus kamen wir sehr frueh morgens in Ayacucho auf einer Hoehe von 2700 Meter ueber Meer an. Wir wurden wieder mal belagert von Taxifahrern, die uns zu billigen Hostals fahren wollten. Nach einigem Hin und Her gaben wir nach und wurden in ein "billiges" Hotel gefahren. Naja, da es morgens um halb 6 war, blieben wir halt dort (es war dafuer sehr schoen und angenehm), und legten uns gleich nochmals ein paar Stunden aufs Ohr. Anschliessend erkundeten wir die herzige Stadt und beschlosse, am naechsten Tag mit dem Bus an einen entlegenen Ort ort zu fahren und dort einmal zu uebernachten. So quetschten wir am naechsten Tag in einer dieser Minivans (Combis sind das hier, ihr erinnert euch vielleicht noch an unseren Blog ueber den Verkehr in Trujillo) wo wir Europaer einfach keinen Platz haben fuer unsere Beine, und fuhren so 3.5 Stunden in dieses Doerfchen am A... der Welt. Dort gibt es aber tatsaechlich Hostals! Wir fanden ein Bett, wo wir fuer ca 3 Franken beide zusammen schlafen durften :-)! Dort, in Vischongo, waren wir die einzigen Touristen, was schon etwas ein komisches Gefuehl ist, aber auch toll. Da wir noch Zeit hatten, stiegen wir einen Wanderweg hoch zu dem Bosque Puya Raymondi. Die Raymondipflanze ist die groesste Blume der Welt, kann bis zu 10 oder mehr Meter hoch werden und braucht seeeeeeehr lange um zu bluehen. Da gehen die Meinungen auseinander. Einige behaupten, die Blume lebe 100 Jahre, andere reden von 35 bis 40 Jahren. Wie auch immer, sie braucht lange bis sie einmal in ihrem Leben blueht, und nachher stirbt sie. Da hat die Natur wieder was Imposantes auf die Beine gebracht. Leider bluehen sie nur im November, so sahen wir dieses Spektakel nicht. War aber auch so eindruecklich. Am naechsten Tag wanderten wir zu einer Lagune hoch, wo es ringsherum Inkaruinen gibt. Das war wirklich schoen und wir waren neben einer peruanischen Familie die einzigen Touristen. Wir genossen die Ruhe und die Landschaft, gingen wieder runter und verabschiedeten uns von unserem lustigen Gastgeber (ein alter, pensionierter Lehrer, der sich mega informiert ueber die Welt) und bestiegen wiederum unser Lieblingsgefaehrt. Diesemal dauerte die Fahrt sogar noch laenger, und zu unserem Leid fuhren wir sehr lange hinter anderen Fahrzeugen her und unser Fahrer hatte, troz x-maligem Sagen, immer sein Fenster offen. Und da ja hier selten Strassen asphaltiert sind, wurden wir so richtig eingestaubt. Teilweise hatten wir echt das Gefuehl, nicht mehr atmen zu koennen. Es war schrecklich. Aber wir kamen und freuten uns auf eine warme Dusche... Zu frueh gefreut, es hatte kein heisses Wasser... Tja, so ist das hier. Aber wir haben dann am naechsten Tag herausgefunden, dass man das einstellen kann und dann einfach eine halbe Stunde warten muss, wie wir das ja schon von Trujillo kennen... Uebrigens, wir wechselten in ein viel billigeres Hostal, das uns gerade mal noch die Helfte vom anderen kostet, und immer noch ok ist! Ja, und die anderen Tage in Ayacucho verbrachten wir mit Aussichtspunkt besuchen, viel an den Markt gehen, ein Gratiskonzert besuchten wir noch (war super cool!!!), kauften wieder mal Recuerdos (es kommt ja schon bald wieder jemand rueber um die Sachen nach Hause zu bringen ;-D) und erholten uns. Wir sind beide immer noch etwas angeschlagen und brauchen wohl noch ein Weilchen ;-).

Weiter gings mit einer Tagesreise nach Andahuylas. Diese  10stuendige, staubige Busreise fuehrte durch schoene Landschaften und durch ein herziges Doerfchen, wo wir am liebsten geblieben waeren. Aber da wir das Ticket nach  Andahuaylas schon hatten, blieb es beim Wollen. Lustig war die Situation, als wir vor einer Kreuzung stehen blieben und der Beifahrer ein anderes Auto anhielt um zu fragen, in welche Richtung wir fahren mussten.... ;-). Andahualas ist eine kleine, untouristische Stadt. Auch dort haben wir praktisch keine Auslaender gesehen, ausser ein paar Franzosen.  Man erzaehlte uns, dass es hier ein Haus der Franzosen gibt. Deshalb kommen "viele" Franzosen her. Ein peruanisches Maedchen hat uns sogar mit einem etwas unverstaendlichen "Bonjour" begruesst.... Mal nich Hello!!! Dieses Staedchen hat zwar nicht mehr den Charme von Ayacucho, aber nicht weit entfernt befindet sich eine schoene, grosse Laugne und unweit davon  die Ruinen Sondor, die von irgend einer anderen Kultur (mal nicht die Inkas) erbaut wurden, die Feinde  der Inkas waren. Dort hatte man auch einen wunderschoenen Blick  auf  die verschneiten Berge einer weiteren  Cordillera und in weite Taeler. Herrlich. Zudem waren wir mit ein paar Franzosen und einer peruanischen Familie wieder mal die einzigen Besucher! Zurueck gingen wir zu Fuss an der anderen Seite der Laugen entlang einiger Doerfer. Wir glauben, dort verirren sich nicht viele Touris hin. Wir wurden angestarrt, uns wurde "Gringos" nachgerufen und eine junge Mutter sagte zu ihrem etwa 1jaehrigen Kind: Mira, Gringos!!! ;-)))  (Schau, Gringos). Tja, damit muss man leben  wenn man an nicht so touristischen Orten verkehrt. Sonst konnte man dort nicht mehr so viel unternehmen und wir genossen die Sonne, das feine und guenstige Mercado-Essen, frische Fruchtjugos und einfach die Ferien.

Mit einem Kleinbus fuhren wir bald weiter mit Ziel Abancay. Logischerweise fuhren wir schon mal gute 30 Minuten zu spaet ab, und nach 5 Minuten Fahrt merkte der Fahrer, dass er noch seine Ersatzreifen wechseln sollte... Nach weiteren 10 Minuten fahren mussten wir an einer Baustelle ca eine Stunde warten. Da heissts Geduld ueben;-)! So kamen wir dann ziemlich spaeter als angenommen in der noch untouristischeren Stadt Abancay an. Dort fanden wir nach langem Suchen (zwar keine Touris, aber irgend ein Schul-Event hat alle Hostales beschlagnahmt...)fanden wir eine ganz einfache Unterkunft, wo man fuer Warmwasser extra bezahlte! Diese Stadt hat gar nichts zu bieten, ausser wenigen Wanderungen und einem sehr schoenen Mirador. Die Aussicht ist zwar nicht so ueberwaeltigend, aber es ist total schoen gemacht, hat einen kleinen Zoo, einen Teich mit einer Haengebruecke, einen grossen Spielplatz, frei laufende Lamas, ein kleiner Swimmingpool, gedeckte Essplaetze... kurz, ein Paradies fuer Schulen und Familien. So hatte auch gerade eine ganze Schule Ausflug als wir dort waren. Die Kinder sehen wohl nicht so oft Europaer, weshalb wir spannender als der Spielplatz und der Zoo waren ;-)!


In Abancay haben wir unser naechstes Cafe Andino gefunden. Natuerlich heisst es nicht so, aber es fuehlte sich so an. Gemuetlich wie in Huaraz, mit WiFi (das Paradies fuer Rosche), feinem Kuchen und Kaffee, und zu ziemlich normalen Preisen!! Dort verbrachten wir viel Zeit, bis wir dann fanden, dass wir doch weiter gehen koennten. So bestiegen wir wiederum einen kleinen Bus und warteten. Und warteten. Und warteten. Richtig, man muss hier oftmals warten bis der Bus voll ist, und dann gehts erst los. So fuhren wir dann aber doch irgendwann los und landeten nach unzaehligen Kurven rauf und auch wieder runter in Cachora. Dies ist ein kleines Dorf, allerdings fuer den Tourismus ziemlich wichtig. Denn von hier staret der Trek nach Choquequirao. Dies ist eine riesige Inkaruine, die nur zu Fuss erreichbar ist. Man kann diesen Trek hin und zurueck in fuenf Tagen machen, oder aber, man machts wie wir, und trekt gleich weiter nach Machu Picchu. Nach langem Rumfragen haben wir eine Agencia gefunden, die uns zu einem mehr oder weniger normalen Preis (immer noch viel teurer als in Huaraz/Huayhuash!!) einen Arriero mit zwei Eseln und Material zur Verfuegung stellte. Wie sich spaeter herausstellen wird, ist das Material aber zum Sch.... Aber dazu im naechsten Blog. Auf jeden Fall versuchten wir also am naechsten Tag alles zu organisieren, vorallem Essen... Dies stellte sich als definitiv schwieriger heraus als gedacht; Wir fanden gar nichts. Keine Fruechte, kein Gemuese, keine Guetzli (die ja bekanntlich fuer uns seeeeeeeeehr wichtig sind), keine Schoggi... Tja, also was machen? Zurueck nach Abancay, schliesslich sind 2 Stunden hin und wieder 2 Stunden zurueck nichts! So beschlossen wir uns zu trennen. Rosche fuhr zurueck und ich blieb und besorgte in dem kleinen Kaff was ich dort bekommen konnte. So waren wir Abends dann doch bereit, unser naechstes Abenteuer in Angriff zu nehmen!

 

From Cris ond roschE on Jul 24th, 2010

A alli Bloglaeser: Falls ier de 3. Teil vo Huaraz noni glaese haend, onbedingt 2 Blogs retour luge, uese Gastschriiber hed wieder mol alles gae.

From sofra on Jul 25th, 2010

Ja hallo ier zuckersüesse "Schoggi(und)Guetzli !!! Gäll Cris, ohni Touris isch mer halt de gli e Gringo ;-)))Jetz im 2. Aaalauf aber schnell ab uf Machu Picchu ;-) hoffentlich hend ier wieder viel Kraft und Saft; denn das bruchid ier, um zu de Götter ufe z'stiege. Hends guet mitenand muchachos