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Nuestra familia peruana

Written on: Monday May 10th, 2010

A journal entry from: America del Sur

 

In diesem Blog moechten wir euch etwas ueber unsere Familie und unser Zuhause hier in Trujillo erzaehlen. So keonnt ihr euch in etwa vorstellen, wie wir hier leben. Wir wohnen in einer Seitenstrasse, was relativ angenehm ist, weil nicht soooo laut. Unser Zimmer geht zur Strasse runter, wenn auch vom dritten Stock, aber die Fenster sind nur einfach verglast, und schliessen eh nicht richtig. Man hoert also jedes Wort, das auf der Strasse gesprochen wird. Aber eben, zum Glueck wohnen wir nicht an einer stark befahrenen Strasse. So fahren dort nur Bewohner, Besucher und Taxis durch, aber nicht so viele. Manchmal spinnen die Peruaner, und muessen morgens um halb 6 Uhr zeigen, was fuer ein tolles Auto sie haben, den Motor voll aufdrehen, und ca 5 Minuten laufen lassen. Toll!!! Naja, ich habe immer Ohropax neben dem Bett J.

Vor der Haustuere hat es zuerst mal ein Gitter, das aber nur sehr selten abgeschlossen ist. Glaub nur wenn gar niemand zu Hause ist. Und das gibts eh praktisch nie. Tritt man durch die Tuere,  steht man direkt in der Stube. Dort gibts ein Sofa, ein grosser Tisch und ein Fernseher.  Dann geht man weiter durch einen Tuerrahemn ohne Tuer, dort steht der Computer der Familie. Sie haben nur einen fuer 7, bzw. mit uns 9 Leute. Zudem kommen auch immer irgendwelche Verwandte vorbei, die es sich vor dem Compi bequem machen,  meist zum gamen. Auch steht dort ein Arbeitstisch, an dem der eine Sohn immer seine Hausaufgaben macht. Auch stehen dort neben dem Compi 3 Schraenke. Die sind glaub fuer je eines der Kinder. Gleich nach dem Comuter geht es die Treppe rauf in den 2. Stock. Geht man gerade aus weiter, kommt man in die Kueche. Als ich das erste mal in diese Kueche kam, traf mich fast der Schlag... extrem klein, dunkel, dreckig, fast etwas modrig, ueberall steht Essen und auch Resten rum. Auch hat es zwei Loecher in der Decke der Kueche, die zwar glaub irgendwie abgedeckt werden koennen. Ich nehme an, das ist ihr Dampfabzug J.  (@Mami/Priska: Du chasch dich aso mit dinere momentane Chuchi raecht gluecklich schaetze, im Verglich zu dem was mier da gsehnd J) Aber auch in der Kueche steht ein Fernseher! Der laeuft staendig, meist irgendwelche komischen Spiele, wo Jugendliche irendwas Doofes machen muessen. Oder aber Telenovelas. Meist sind das Mexikanische, die die zwei Frauen in der Kueche lieben. Rosche aber gar nicht, da in diesen Serien immer irgendwelche Frauen weinen. Er findet das schrecklich und kann sich auch mal aufregen... Zudem hat es in der Kueche noch einen ganz kleinen Backofen, und eine Mikrowelle. Und was ja nicht fehlen darf, ist die Fruchsaft-Maschine. Die steht in jedem Haushalt, mmmmm!! Zudem hat es viel zu wenig Kaestli, alles steht irgendwie rum. Den Butter stellen sie nicht in den Kuehlschrank, keine Ahnung warum. Der ist dann immer halb geschmolzen. Oft steht auch angefangenes Essen einfach auf einem Teller auf der Beige der sauberen Teller. Zudem funktionert die Tuere des Gefrierfaches nicht. Die ist immer offen. Ich moechte ja nicht wissen, wie viel Strom sie fuer den Kuehlschrank brauchen so! Aber erstaunlich ist, dass man sich auch an solche Zustaende sehr schnell gewoehnt. Ich bemerke es schon gar nicht mehr, oder es ist halt normal geworden.  Vielleicht liegt es auch daran, dass die Frauen extrem fein kochen. Hmmm, ich liebe das Essen hier! Die zwei kochen eben auch fuer die Strasse, zum Verkaufen. Es ist wirklich immer koestlich. Ausser die Spaghetti, die sind immer verkocht. Aber mit der feinen Sauce dazu, kann man grosszuegig darueber hinweg sehen. Fuer mich kochen sie immer extra, entweder ein Gemueseplaetzli (selber gemacht!!) oder Carne de Soya, das ist das trockene Soya, das man einlgen muss. Gibts in der Schweiz auch. Und ich liebe es mega!!! Es gibt immer zum Zmittag und zum Znacht das Gleiche. Es wird eh immer alles mit der Mikrowelle aufgewaermt. Dies ist zwar nicht so toll, aber der Vorteil ist, dass wir immer dann essen koennen, wann wir wollen. Da sowieso immer jemand in der Kueche ist, kann man nur hingehen und es gibt was zu essen. Zmittag gibts immer so um die 13.30 Uhr, oder eher spaeter. Die Maenner essen meist erst so um 15 Uhr. Wir zwei, und die Kinder eher frueher. Znacht koennen wir ebenfalls essen wann wir wollen, aber vor halb 8 Uhr sind wir selben beim Znacht. Die Leute hier essen oft erst um 10 Uhr abends! Das finde ich extrem spaet. Aber eben, wir duerfen schon frueher essen.

Ach ja, und ich habe noch vergessen, dass im Gang Richtung Kueche - ich nehme an - 2 Personen schlafen. Und zwar nur hinter einem Vorhang, aber logischerweise mit Fernseher. Dieser Gang ist schmal, da eben auf der einen Seite diese improvisierten Zimmer sind, und auf der anderen Seite stehen ein Gestell und, ein Kasten und ein riesiger Backofen.  Vor diesen Schalfplaetzen ist auf der rechten Seite noch das Bad mit Dusche. Es ist die einzige Dusche mit warm Wasser fuer alle... Aber es geht erstaundlich gut. Man muss das Warmwasser ca 20Minuten vor Benuetzung einschalten, und es nach dem Duschen gleich wieder ausschalten.

Geht man die Treppe rauf, kommt man gerade aus in die Schlafzimmer der Familie, wahrscheinlich der drei Kinder und der Eltern. Aber ich habe nur einmal ganz kurz rein gesehen, und habe glaub drei Betten in dem einen Raum gesehen. Um in den anderen Raum zu gelangen, muss man zuerst durch den ersten durch gehen. Ebenfalls muss ein noch ein Bad geben. Aber wir sind nie in diesen Raeumen, logischerweise. Ich weiss nur, dass dort sicher mindestens auch ein Fernseher steht. Geht man nach der Treppe rechts, kommt man in das Zimmerchen, in dem die fruehrern Voluntarios geschlafen haben. Extrem klein und eng, und es ist der Durchgang, um nach oben in den dritten Stock zu kommen. Auch hier steht neben dem Bett und einem Schrank.... ja genau, ein Fernseher. Dann gibt es eine Holztuere, die fuehrt nach oben auf das Dach. Das ist eingemauert, man sieht nichts von dort aus. Aber es hat nur teilweise Dach. Hier steht die ?Semi-automatica" Waschmaschine J. Das Waschen der Kleider ist immer ein rechte Arbeit. Man muss Wasser in die Maschine schuettten, mit Kuebeln, die Kleider da mit kaltem Wasser um Waschmittel ca 9 Minuten waschen, dann herausnehmen, in dem Waschtrog mit einem anderen Mittel ?auswaschen", dann in den Schlaeuderer geben, herausnehmen und aufhaengen. Die Kleider werden nicht richtig sauber, und zudem kriegt man das Waschmittel nicht raus. Tja, wir werdens ueberleben J. Das Positive ist, dass wir so oft und dann waschen koennen, wann wir wollen. Am anderen Ende des kleinen Daches ist unser Zimmer. Es ist mit Abstand er hellste Ort im Haus. Und es ist riesig, wir haben echt viel Platz und unsere Privatsphaere.  Auch wenn die Familie ebenfalls auf dem Dach waescht. Natuerlich steht auch in unserem Zimmer ein TV! Wir schauen oft Simpsons auf Spanisch. Das ist einfach, man versteht oft auch ohne Worte, wenn auch nicht die Witze J.

Ja, das waere es soweit, vielleicht noch ganz kurz zu den Familienmitgliedern: Da sind mal die Mutter Angela, der Vater Kike, die aelteste Tochter Carla(glaub ca 32 Jahre), der Sohn Guillermo (29 Jahre), der gleichzeitig Rosches Spanischlehrer ist und bei USDA arbeitet. Er ist kein Voluntario, da er bezahlt wird fuer seine Arbeit. Er ist zustanedig fuer die Voluntarios aus dem Ausland und fuer die Bastelsachen am Dienstag- und Samstagnachmittag. Zudem leitet er immer die Sitzungen am Freitagabend. Ja, und da ist noch der juengste Sohn, Gian-Carlo, der ist 20 Jahr jung. Dann sind da noch die Schwester der Mutter, Ana, mit ihrem Mann (den Namen habe ich vergessen, den sehen wir auch praktisch nie). Diese zwei haben nie Kinder bekommen koennen, weshalb sie mit dieser Familie leben.  Alle sind sehr nett und hilfsbereit, der Vater spricht nur immer in einem solchen Tempo, dass wir keine Chance haben, ihn zu verstehen. Die zwei Frauen, und die Kinder geben sich meist Muehe, damit wir sie verstehen. Auf jeden Fall wenn sie mit uns sprechen J!