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Bogota und Pasto

Written on: Saturday February 13th, 2010

A journal entry from: America del Sur

 

 Nach Verlassen des verschlafenen, schoenen Bergdorf Villa de Leyva ging unsere Reise weiter nach Zipaquirá, wo wir ein riesige Salzkathedrale besuchten. Diese ist in einer ehemaligen Salzmine und kann bis 8000 Leute aufnehmen. Diese Kirche ist nicht etwa weiss, wie man sich das vorstellt, sondern eher schwarz, da das Salz nicht pur im Fels gespeichert wird. Es war eindruecklich, und man koennte dort sogar heiraten, aber da Salz angeblich Pech bringen soll, macht es niemand! Wir blieben dort nur eine Nacht (obwohl das Staedtlein noch huebsch war!) und reisten die kurze Strecke nach Bogotá. Dort wurden wir in unserem Hostal, das meine Eltern schon reserviert hatten, in einer kleine Wohnung untergebracht. Cool, mit eigener, leiner Kueche, Bad und zwei Zimmer! Toll, so mussten wir das Zimmer nicht wechseln, als meine Eltern ankamen und wir hatten unsere Ruhe. Bogotá sonst fanden wir nicht so speziell, halt gross, stickig, laut, viele Leute... Unser Viertel, wo wir wohnten (Candelaria, fuer die, die schon mal in Bogotá waren) war jedoch huebsch und mit weniger Verkehr. Wir besuchten unter anderen das Goldmuseum (eindruecklich) und das Boteromuseum (jetzt koennen wir wenigstens mitreden, finden diese Bilder aber schrecklich!!!). Lustigerweise waren wir gerade in Bogotá, als der einzige autofreie Tag im Jahr war. Es durften nur Busse und Taxis fahren (was immer noch viel war!). Aber wir waren so mit dem Bus viel schneller unterwegs! Ebenfalls erwaehnenswert war ein ca 60jaehriger Velofahrer, der mit einem Schild herumfuhr, auf dem stand: Un carro menos! (ein Auto weniger)!!!!!Toll fanden wir die Strassensperre, die abends eine grosse Strasse fuer Kuenstler, Verkaeufer, Essenstaende, Fussgaenger,... freigegeben wird. Sowas waere auch in der Schweiz toll!

 

 

Unsere Reise nach Pasto!!!!!!

 

 

Rosche und ich haben in Bogotá einen Flug fuer uns mit meinen Eltern nach Pasto gebucht. Leider konnten wir den nie antreten, wie wir nach stundenlangem Warten am Flughafen erfuhren. Es hatte zu viel Regen und Flughafen in Pasto war gesperrt, fuer den ganzen Tag! So mussten wir schnell umdisponieren und entschlossen uns, noch am Abend nach Calí zu fliegen (ein viel kuerzerer Flug, und logischwerweise wird einem nichts zurueckerstattet), dort eine Nacht in einem Hostal zu verbringen und dann gleich frueh am naechsten Morgen mit dem Bus (ca 9 Stunden, ohne WC!) nach Pasto zu fahren. Gelohnt hat sich diese Reise insofern, dass wir die wunderschoene Landschaft betrachten konnten. In Pasto haben wir natuerlich als erstes mein Geburtshaus besucht. Das ist ein normales Wohnhaus und fuer mich natuerlich ein spezielles Erlebnis. Da Leute derselben Familie wie vor 28 Jahren noch dort wohnen, durften wir alles besichtigen. Diese Familie besitzt auch eine Schule mit schweizer Beteiligung, welche wir ebenfalls besichtigten. Auch das war interessant und die Kinder hatten mega Freude, Schweizer kennenzulernen ;-)! Es ist aber keine Armenschule, so wie dort wo wir arbeiten in Peru. Es sind riesige Unterschiede.

 

 

In Pasto wohnen wir bei einer Frau, die privat einige Zimmer vermietet, und bei der meine Eltern schon vor 30 Jahren waren! Es ist sehr herzlich und angenehm. Des Weiteren lernten wir einen Deutschen kennen, der hier wohnt und die Arbeit meiner Eltern weiterfuehrt. Er hat uns erklaert, was er alles macht, und es toent sehr spannend und interessant. Waere sicher auch sehr sinnvoll, hier mitzuarbeiten! Es geht hauptsaechlich darum, dass die Einheimischen lernen zu kommunizieren, hinzustehen fuer ihre Rechte und zu planen/organisieren, auch auf politischer Ebene. Er erzaehlte uns auch viel ueber die momentane Lage im Gebiet. Es zaehlt momentan zu den gefaehrlichsten in Kolumbien. Es bekaempfen sich verschiedene bewaffnete Gruppen (wir nennen die Namen bewusst nicht, es geht jedoch um bezahlte,  politisch motivierte wie auch vom Staat organisierte Gruppen). Es herrscht richtig Krieg, viele Leute sterben unschuldig, werden von ihrem Land vertrieben und landen in unendlicher Armut. So werden sie auch zu Dieben, und das Leben wird fuer alle gefaehrlicher. Natuerlich haengt das ganze Problem auch mit den hier gepflanzten Drogen zusammen. Es ist sehr tragisch, und es wurde uns sogar abgeraten, nach Ricaurte zu fahren. Dies ist der Ort, wo wir, Seeholzers, einige Jahre gelebt haben. Erst kuerzlich wurde auf der Strecke ein Bus mit den Personen drin ins Kreuzfeuer genommen... Wir wollten aber trotzdem unbedingt gehen, und es gibt auch Leute, die sagen, dass es sich wieder beruhigt haette. Wir nahmen also die Reise in Angriff und sind auch schon wieder unversehrt und gluecklich aus Ricaurte zurueck. Dazu aber mehr im naechsten Blog!!!

 

 

From sofra on Feb 14th, 2010

Hey so cool, wieder einisch öppis vo üch z'ghöre! Es isch wirklich grad e chli viel los um üch ume gsi. Die Kriegswirre z' Kolumbie sind ja furchtbar (mier hend schu viel ghört devo). Ja und mit dem viele Wasser isch das so ne Sach, "Machu Pichu" bliebt für üch uf dere Tour wahrschiendlich unerreichbar. Aber wer weiss, vielleicht gönd ier ja wieder emal uf Süd Amerika ;-) Sicher aber nid zum hüüüürate i de Salzkathedrale. E Gruess a alli und hends guet zäme uf dere Reis. Hasta luego

From Michi on Feb 14th, 2010

Ihr verrückten! Ich hätte nie gedacht, dass ihr es wat nach Rigaurte zu fahren. Ich bin froh, dass ihr wieder unversehrt in Pasto angekommen seid. Ich hoffe, ihr bringt viele Bilder aus diesen letzten Tagen mit zurück! Wie gerne würde ich das auch sehen...! Im gegensatz zu euch haben wir es bei uns winterlich kalt und so viel Schnee wie schon lange nicht mehr. Es schneit im Moment fast 2-3 Tage die Woche; unglaublich! Aus der Salzkathedrahle könntet ihr dann etwas nach Hause nehmen, da der Winterdienst infolge Salzknappheit auf ein Minimum beschränkt werden muss. Ansonsten im Osten nichts Neues. Liebi Grüess

From cris und rosche on Feb 14th, 2010

@sofra: machu picchu bleibt vorerst drei monate geschlossen. das heisst, wir werden es nicht mit meinen eltern besuchen koennen. jedoch werden rosche und ich dann spaeter sicher mal noch gehen. haben ja schon vor, noch ein weilchen in suedamerika zu bleiben!!!! @michi: naja, weisst du, von wagen kann keine rede sein, ich MUSSTE einfach hin!!!!!!! ich hoffe ganz fest fuer dich, dass du das auch einmal erleben darfst. aber dazu musst du etwas spanisch lernen... da spricht niemand auch nur ein wort englisch! und ja, wir haben abertausende von fotos, keine angst. papi hat immer wieder gesagt, wir muessen fuer michi fotos machen!!! und geniess den schnee!!!!!! das mit dem salz wird schwierig ;-) kisses

From maestro Rana on Feb 15th, 2010

Bi au in Südamerika!! Gnüssids und d Tour schiint immer no ähnlich z si zu üssere, aber iär hend rächt, isch au s Beschte! Bogota hed miär no gfalle! Cool weisch jetzt wo uf d Wält cho bisch. Und hey wenn d hei chonsch Rosché bisch e chlini Servolatprominenz i de Schwiiz:) Hopp Mister Schweiz;)