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Zanghmu / Downhill-Biking

Written on: Sunday October 14th, 2007

A journal entry from: mongolia/china/nepal

13.-14. Oktober 2007

 

Wow, wieder strahlend blauer Himmel zwar auch etwas frisch, aber fuer frueh morgens ganz ok. Alles ins Auto verladen und ab auf den Lalung La Pass. Von dort aus wollen wir mit den Mountain Bikes runter nach Zanghmu fahren! Unterwegs empfahl uns unser Fahrer, dass wir besser erst auf dem Tong La Pass aufs Bike steigen, denn sonst muessten wir nach einer kurzen Abfahrt wieder bergauf fahren. Besser sei es, wenn wir uns diese 25 km sparen wuerden und erst auf dem Tong La Pass auf Velo umsteigen. Klaro, machen wir! Bergauf strampeln auf einer Hoehe von gut 5000 mueM muss nicht sein. Die prophezeiten 25 km stellten sich dann zwar als hoechstens 10 km heraus.

So packten wir unsere Bikes auf dem Tong La Pass (ca. 5200 mueM) aus. Vor uns stand gemaess unseren Erwartungen eine 100 km lange Downhill-Strecke. Das Ziel, Zanghmu, liegt auf ca. 2200 mueM. Das sind umgerechnt durchschnittlich 3% Gefaelle. Nicht gerade viel, aber trotzdem, es geht nur runter, yieppieh! Wir dachten ungefaehr 5 Stunden fuer die Strecke zu benoetigen. 

Tatsaechlich gings dann die ersten paar Kilometer wunderbar bergab, dann eeewig nur noch flach oder gar leicht bergauf auf einer ziemlich verfahrenen aaus ausgewaschenen Holperpiste. Wenn nicht dieser extrem starke Gegenwind gewesen waere, dann waers ja ganz angenehm gewesen. Aber so fuehlte sich das ganze eher nach 3x3% Steigung an als nach 3% Gefaelle. So holperten wir strampelnd richtung Nialam. Dort, 30km vor dem Ziel, trafen wir wie abgemacht wieder unseren Guide. Wir wollten schon aufgeben, da sagte er, dass es ab jetzt wirklich bergab gehe. Nialam war noch auf 3700 mueM und es lagen noch 30 km vor uns runter auf 2200 mueM. Wenn das kein Gefaelle ist! Also los! Uups, das ist ja alles eine einzige Baustelle. Nach den ersten Ueberquerungen von Baechen, Wasserfaellen und Geroell-Haufen wurde die Strasse immer nasser und schlammiger, yieee :-) ! Das gibt eine Schlammschlacht! Der starke Gegenwind hat die ganzen Wolken von der Suedseite an das Himalaya-Gebirge gedrueckt und dort so auch fuer etwas Feuchtigkeit gesorgt. Vermutlich dank der Feuchtigkeit wurde aus dem Braun rund um uns herum immer mehr gruen. Mit der Zeit waren wir von winterlich braunen, kargen Landschaften in eine ueppige, beinahe tropische Natur eingetaucht. Zu Beginn haben die Bauarbeiter am Strassenrand noch freundlich bis fassungslos gegruesst und alles moegliche hinter uns her gerufen. Mit der Zeit, als wir vorne und hinten immer mehr nach Schlamm-Erdmaennchen aussahen, hoerten wir hinter uns nur noch Gelaechter und Ojee's. Gerade noch bevor es zappenduster wurde trafen wir nach 8 Stunden voellig verdreckt und hundemuede in Zanghmu ein.

Nach einer herrlichen, aber leider kalten, Dusche schluepften wir in trockene Kleider und gingen auf direktem Weg ab ins naechst-beste Restaurant. Mampf, miam, waren die Spaghetti, das B.L.T. Sandwich und der Schoggipudding dort fein! Fast wie bei ... - oder war es doch eher der Hunger, der alles so fein machte?!