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Mount Everest Base Camp / Rongbuk Monastery

Written on: Friday October 12th, 2007

A journal entry from: mongolia/china/nepal

11.-12. Oktober 2007 

 

Guten Morgen, aufstehen! Es hat ein wundervoller neuer Tag mit strahlendem Sonnenschein begonnen und heute gehts zum Mount Everest Base Camp (EBC), yieppieh!

Nach einem weniger feinen Fruehstueck fuhren wir in ein breites Tal hinein und passierten den Polizei-Kontrollposten problemlos. Nun hoerten auch die chinesisch geteerten Highway-Strassen auf und es begann etwas zu holpern. Bald ging es bergauf. Und zwar ueber eine riesige Muraene entlang einer langen Serpentine. Da muessten ja mindestens 5 Alpenpaesse aneinandergereiht werden, um auf eine vergleichbar lange Strecke und Hoehenmeter zu kommen. Je mehr wir uns der Passhoehe naeherten, desto mehr Wolken tuermten sich vor uns auf. Hee, was soll das?!? Da wollte der Mount Everest doch glatt noch etwas Verstecken mit uns spielen! Nix da, wir haben ihn schnell gefunden und alle Wolken weggeschickt. Von da an hatten wir klare Sicht auf den Mount Everest, ohne ein einziges Woelklein! Dann gings wieder hinunter, entlag fantastischer Flusstaeler, immer naeher und naeher zum EBC.

Nach einem ziemlich ruckligem Stueck Strasse bergauf kamen wir in Rongbuk (4950mueM) an. Dieser Ort ist gepraegt von einem Kloster (wieso jemals Moenche auf die Ide kamen hier, ein Kloster hinzustellen ist uns schleierhaft). Das Kloster betreibt ein Guesthouse, das wirklich sehr einfach ist. Ausser diesem Guesthous gibts noch ein 'Hotel' (o.ae.), das mehr oder weniger leer stand und einige Zelte von wahnsinnigen Bikern, die die ganze Strecke von Lhasa nach Kathmandu mit dem Mountainbike zuruecklegen. Ansonsten ist hier tote Hose.

Wir machten uns gleich nach dem Mittagessen im Guesthouse auf den Weg zum EBC (5200mueM). Die ersten Kilometer liessen wir uns noch mit dem Jeep chauffieren, die letzten Kilometer dann in einer wackeligen Pferdekutsche (falls man dem wirklich so sagen kann...). Vom EBC aus hatten wir eine geniale Sicht auf den Mount Everst, stahlblauer Himmel, einfach genial! Hier waren wir froh, dass wir nicht den ganzen Weg zu Fuss zurueck gelegt haben. Denn nur schon die 10 Meter auf den heiligen Geroellberg, bzw. Aussichts-Haufen, hinauf, brachten uns ziemlich ausser Atem. Und gewindet hat es auch noch ziemlich stark. Ohne Wind waere die Temperatur dort echt angenehm gewesen. Gut druchlueftet liessen wir uns wieder von der Pferdekutsche nach unten chauffieren und den Rest nach Rongbuk gingen wir dann zu Fuss. Bergab brauchte es zum Glueck nicht ganz soviel Atem :-)

Die Tibeter nennen den Mount Everest Cho Qomolongma. Das ist der Name einer Goettin, die noch zwei aeltere Brueder hat, sie ist die juengste und die schoenste der drei.  Die Brueder heissen Cho Oyu und Cho Lathso 

Im Guesthouse tranken wir dann viel viel Tee, um uns wieder aufzuwaermen und auch um genuegend Fluessigkeit als Praevention gegen Hoehenkrankheit zu haben. Da koennen wir vom Glueck reden, wir haben dank genuegender Akklimatisierung beim Lake Karakul und in Lhasa nichts gemerkt. Oder fast nichts zumindest. Astrid bekam abends leichtes Kopfweh. Ein Hollaender - wie koennte es anders sein - hat ziemlich stark an Hoehenkrankheit gelitten, gar nicht lustig. Ein anderer Gast (per Zufall eine hollaendische Aerztin) hatte Medizin gegen die Hoehenkrankheit dabei. So konnte er immerhin noch in Rongbuck uebernachten und musste nicht hinunter gebracht werden.

Mit der Zeit fuellte sich das Guesthouse recht und es wurde ein gemuetlicher Abend in einer tibetischen Version einer Bergbeiz - natuerlich mit entsprechenden Dueftchen. Da hier alles vom Tageslicht bestimmt ist und wohl alle von der Hoehe ziemlich geschafft waren, gingen auch alle frueh zu Bett. So gingen auch wir unter dem klaren Sternenhimmel vom Himalyagebirge durch zu den Schlafzimmern, gute Nacht, bis Morgen vor dem Mount Everst!