Loading Map...

Shegar

Written on: Wednesday October 10th, 2007

A journal entry from: mongolia/china/nepal

10.-11. Oktober 2007

Die Weiterfahrt heute hatte Aehnlichkeiten zu gestern. Erneut passieren wir eine farbenpraechtige, herbstliche Landschaft und die hervorragend ausgebaute Strasse schlaengelt sich ueber sanfte Huegel und Taeler.

Auf dem Weg nach Shegar zweigen wir ab in ein Seitental und besuchen in Sakya ein weiteres tibetisches Kloster. Nun ja...dieses mal handelt es sich eher um eine Kloster-Baustelle, denn noch nicht allzu viele Moenche sind in diesem Kloster nach der chinesischen Kulturrevolution zurueckgekehrt. Innerhalb der Klostermauern ist ein sehr massives mittelalterliches Gebaeude des Klosters erhalten. Auch dieses hat sehr grosse, massive Mauern und sieht fast mehr wie eine Festung aus. Wir besuchten die erhaltenen Bereiche des Klosters und staunten beim anschliessenden Rundgang auf den Mauern ueber die tibetische Methode, beim Heu Spreu von Weizen zu trennen: Mehrere Pferde trampelten einfach im Kreis darauf herum und ein tibetischer Bauer rannte den Pferden hinten nach mit saemtlichen Zuegeln in der Hand.

Nach dem Abstecher nach Sakya gab es dann den ersten Bergpreis fuer unseren jungen Fahrer Zada. Der Jeep keuchte auf einen ueber 5000 m.ue.M. hohen Pass auf dem wir mit einem ersten Blick auf den noch weit entfernen Berg belohnt wurden. Ja der Berg, Mount Everest, oder Qomolangma auf Tibetisch.

Gegen Abend erreichten wir dann Shegar, den Abzweiger zum Mount Everest. Eigentlich handelt es sich bloss um einige wenige Haeuser und eine Bezahl-/Registrierungsstelle fuer Everest Touristen wie wir. Zum Appetit anregen machten wir einen Spaziergang und genossen die letzten abendlichen Sonnenstrahlen. Auf etwa 4200 m.ue.M. weiss man ja nicht wie kalt die Nacht sein wird. Zum Abendessen versammelten sich dann Guide, Fahrer, Einheimische und Touristen in der ziemlich gemuetlichen Stube des Hostels. In der Mitte stand ein grosser, verzierter Ofen aus Metall und den Waenden entlang gab es mit reichlich Teppichen gepolsterte Sitzbaenke und Holztruhen als Esstische. Sogar fuer Abendunterhaltung wurde reichlich gesorgt: Am Fernseher gab es Videofilme der besonders gruseligen Sorte: Es flogen abgehackte Koerperteile herum und reichlich Blut wurde per Beil und weitere Utensilien zum sprudeln gebracht. Die Einheimischen haben sich amuesiert und die paar Touristen haben entweder mitgeschaut oder sich unterhalten und schon mal auf den naechsten Tag gefreut. Denn morgen geht es zu einem unserer grossen Ziele dieser Reise, dem Mount Everest Base Camp!