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Hotan

Written on: Tuesday September 25th, 2007

A journal entry from: mongolia/china/nepal

24.-25. September 2007

 

Getreu nach dem Motto 'Der Weg ist das Ziel' fuhren wir nicht wegen Hotan nach Hotan, sondern wegen der Landschaft auf dem Weg nach Hotan und weil Hotan der Ausgangspunkt ist fuer unsere Taklamakan-Durchquerung.

Auf dem Weg nach Hotan, das war eine Busfahrt von ca. 8-9h, sahen wir bestimmt mehr Eselkarren als motorisierte Fahrzeuge. Jedoch waren meistens beide Arten von Last-Transporten mehr als voll beladen, so dass die Last ueber die Kanten hing und seeehr hoch aufgetuermt war. Da hat es uns nicht verwundert, als wir auch mal einen verlorenen Sack oder einen eben gekippten Esel-Karren sahen. Die Zeit wahrend den Busfahrten vergeht normalerweise recht schnell, wenn es viel zu gucken gibt auf der Strecke. Wenn's mal etwas eintoeniger wird gibt's auch mal ein Nickerchen, ein "Schiffli-Versenkis" oder ganz einfach Musik hoeren.

Kaum angekommen in Hotan erkundigten wir uns nach den Abfahrtszeiten fuer den Sleeper-Bus nach Urumqi. Nach drei Interviews hatten wir drei verschiedene Zeiten! Um sicher zu gehen, gingen wir gemaess der fruehest genannten Abfahrtszeit zum Ticketschalter. Mmmh, jetzt sind wir extra frueh aufgestanden und der Bus faehrt erst um 11 Uhr? Grrrr ... Ach ja, das ist ja Beijing-Time, also um 9 Uhr Abfahrt, schon besser. Nachdem wir Noodles zum Fruehstueck hatten und unser Gepaeck im Bus verstaut war, gings endlich los, richtung Taklakam. Da blieb nur noch die Frage, ob unser Busfahrer im letzten Dorf vor der Durchquerung der Wueste eine lange Pause einlegt oder nicht. Denn es ist Ramadan und so essen die glaeubigen Muslime nichts bei Tageslicht. Daher haben, gemaess Berichten von anderen Backpackers, einige Bus-Chauffeure es vorgezogen vor der Wueste Halt zu machen, auf den Sonnenuntergang zu warten, sich den Bauch vollzuschlagen und erst dann weiterzufahren. Solche Pausen dauern scheinbar ohne weiteres mehrere Stunden... und das bei einer eh schon langen Busfahrt con 20 bis 24 Stunden!

Wow, unser Busfahrer ist ein unglaeubiger Chinese, die Chancen steigen!!! Genial, ohne mit der Wimper zu zucken ist er durch das letzte Dorf gebraust und rein in die Taklamakan! Fuer einige Stunden konnten wir uns an der Sandwueste Taklamakan ergoetzen. Hier gibt es einfach nur Sand, Sand, Sand und nochmals Sand. Und das ueber eine Flaeche von 300'000 km2 (CH: 41'200km2). Zudem wandert diese grosse Sandwueste gerne, also nichts da mit stationaerer Behandlung! Damit sie nicht allzuviele Doerfer auffrisst und schlichtwegs zusandet, wird mit viel Muehe und Bewaesserung ein gruener Guertel rund um die Wueste gelegt. Mal gucken, wer sich da durchsetzt: Mensch oder Natur? Ebenso ist die Strasse quer durch die Wueste gesaeumt von kleinen Bueschen und Straeuchern in der Hoffnung, dass damit mit dem Wind nicht dauernd die Strasse zugesandet wird. Kaum ist es dunkel draussen fallen uns auch schon die Augen zu. Gute nacht, bis Morgen in Urumqi!